Dormitz  — Der Dormitzer Gemeinderat hat sich mit den Stellungnahmen von Bürgern und Behörden befasst und ist einen weiteren Schritt hin zu einem neuen Wohnbaugebiet gegangen. Auch die kommunale Verkehrsüberwachung und das weitere Vorgehen für das Jahr 2023 waren Thema.

Die Verkehrsüberwachung hatte der Gemeinderat 2016 auf den Zweckverband Zapfendorf übertragen. Der Überwachungsumfang wurde für 120 Stunden im Jahr für den fließenden Verkehr abgeschlossen.

Diese Überwachung des fließenden Verkehrs war im Jahr 2021 defizitär, was auf die Veränderungen in der Arbeitswelt, wie Homeoffice, wahrscheinlich zurückzuführen ist. So gab es im Betrachtungszeitraum 2021 nur 670 Verstöße, das sind 303 weniger als 2020.

Die Fortführung der Verkehrsüberwachung im fließenden Verkehr wird trotz des defizitären Ergebnisses aus sicherheitsrelevanten Gründen weiterhin als sinnvoll erachtet. Der Antrag, die Verkehrsüberwachung im Jahr 2023 weiterzuführen, wurde aber mehrheitlich vom Gremium abgelehnt.

Flächennutzungsplan geändert

Der Gemeinderat stellte in seiner Sitzung die Weichen für die 5. Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes „ Dormitz – Hans-Sachs-Straße“. Dabei wurden die meisten Stellungnahmen von Bürgern und Behörden zur Kenntnis genommen. Das Landesamt für Denkmalpflege wies auf das mögliche Vorhandensein von Bodendenkmälern hin. Das Wasserwirtschaftsamt thematisierte den häuslichen Wärmebedarf über geothermische Anlagen. Sollten solche Anlagen beabsichtigt werden, wird vorsorglich auf die notwendigen wasserrechtlichen Anzeige- und Genehmigungspflichten hingewiesen.

Das Gremium billigte einstimmig die 5. Änderung des Flächennutzungsplanes und beauftragte die Verwaltung, die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange durchzuführen.