Die Zukunftsstiftung der Sparkasse Forchheim spendete 140 000 Euro an Vereine und gemeinnützige Institutionen im Landkreis Forchheim . 15 Projekte aus den Bereichen Sport und Kultur, Musik und Soziales, Gesundheit und Ökologie haben Zuschüsse bekommen, wie das Geldinstitut mitteilte. Damit summieren sich die Hilfen für das ehrenamtliche Engagement in der Region auf nunmehr über eine Million Euro in 14 Jahren.

„Es war eine weise Entscheidung, diese Stiftung zu gründen“, sagte Landrat Hermann Ulm . Sie ermögliche es Initiativen, die sich bei Fördermaßnahmen schwertäten, an unentbehrliche Finanzmittel zu kommen.

Etwa die Bayerische Rettungshundestaffel Forchheim , die bei der Suche nach vermissten Personen eine Drohne mit Wärmebildkamera einsetzen möchte. „Das kann den teuren Polizeihubschrauber ersetzen“, erklärte Sabine Dingfelder, und sei ein Beitrag zum modernen Katastrophenschutz.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Förderung liegt in Gößweinstein. Dort darf sich Georg Lang von der Katholischen Kirchenstiftung über Gelder für die Öffnung der beiden Turmkapellen der Basilika freuen.

Dadurch entsteht auch mehr Platz für eine Jahreskrippe, die Oswald Neuner (Hartenreuth) gestaltet hat.

Einmal im Jahr kommt das Gotteshaus voll zur Geltung, wenn die Balthasar-Neumann-Musiktage ein musikalisches Ausrufezeichen im ländlichen Raum setzen. „Gerade weil wir in Corona-Zeiten nicht kostendeckend arbeiten konnten, hilft uns der Zuschuss enorm“, so Marion Rossa-Schuster vom Kuratorium zur Förderung von Kunst und Kultur im Forchheimer Land.

Und dann ist da noch das Wallfahrtsmuseum Gößweinstein. „Wir als kleiner Verein haben jedes Jahr zu kämpfen, um über die Runden zu kommen“, so Harald Bogner.

Ein anderes wichtiges Kapitel ist die Nachwuchsförderung. So hat der Nordbayerische Musikbund seine Ausbildungen neu ausgerichtet. „Es gibt weiterhin Lehrgänge für derzeit 69 Jungmusiker, die theoretische Dinge im Online-Kurs und praktisches Können in Kleingruppen erlernen dürfen“, erläutert Claudia Heim.

Auch an die Kleinen ist gedacht. An der Grundschule Egloffstein soll im Pausenhof ein Klettergerüst in den Himmel wachsen. „Die Kinder können sich dann zwischen den Schulstunden mehr bewegen“, schildert Dagmar Hofmann vom Förderverein.

„Musik bewegt die Herzen“

Wenn sie nicht gerade herumtoben, können sie während der Schulzeit ein Instrument lernen. „Jedem Kind ein Instrument“ macht es möglich. „Denn Musik bewegt die Herzen“, so Cordula Haderlein vom Verein FOrsprung.

Das gilt auch für die Chöre, die sich im früheren Kloster Weißenohe einen Traum erfüllen wollen: eine Chorakademie mit Gästen aus ganz Deutschland. „Die sollen natürlich auch auftreten können“, so Herbert Meier. Deshalb soll auch eine Freibühne im Innenhof entstehen.

Einen Meditationsraum mit Marmor-Madonna will die Katholische Kirchenstiftung in Muggendorf schaffen. „Es soll eine für jedermann zugängliche moderne Grotte im Außenbereich werden“, so Silvia Roller.

Ebenso einladend soll das integrative „Café Mittendrin“ wirken. „Es ist das Herzensprojekt zum Ende meines Berufslebens“, beschreibt es Wolfgang Badura von der Lebenshilfe Forchheim .

Ganz andere Probleme hat man am Ende des Lebens. Der körperlichen und geistigen Unbeweglichkeit hat man in zwei Rotkreuz-Einrichtungen zur Tagespflege in Forchheim den Kampf angesagt. Im neuen Katharinenspital geht für Carina Gügel ein Traum in Erfüllung: mit einem Zaubertisch (Tover-Tafel).

Im Seniorenzentrum am Königsbad will Karin Steinbrück mit einem „QwiekUp“ die Menschen erreichen, die durch Alzheimer und Demenz anders nicht mehr erreicht werden können. „Man kann mit Hilfe von Familienfotos eine virtuelle Reise an Orte unternehmen, die es nicht mehr gibt oder die sie nie mehr werden sehen können“, erklärt Steinbrück.

Bliebe noch der Sport. Auch dort spielen Klima- und Umweltschutz eine immer größere Rolle. Ein Vorreiter ist der Tennisclub Neunkirchen am Brand. Er hat auf seinem Clubhaus bereits Anlagen zur Strom- und Warmwasser-Erzeugung. Nun will Ernst Wölfel den Wasserverbrauch für die Sandplätze deutlich reduzieren. Ein spezielles Granulat soll dafür sorgen, dass deutlich seltener oder gar nicht mehr die Berieselungsanlage angestellt werden muss. „Ganz nebenbei wird durch den neuen Belag auch Rollstuhltennis möglich.“ Ein solches Angebot gibt es weit und breit nicht. red