Zu ihrer bisher längsten Radreise brachen am Fronleichnamstag 14 Mitglieder der Forchheimer Feuerwehr nebst Begleitfahrzeug auf. Elf Tage lang sollte der Südwesten der Republik auf zwei Reifen durchquert werden. Der Starttag ging nach 105 Kilometern im romantischen Rothenburg ob der Tauber zu Ende. Anderntags ging‘s von Rothenburg hinab ins Taubertal . Nach wenigen Kilometern rollte der Tross aus Franken hinüber ins „Ländle“.

Der Kocher-Jagst-Radweg führt nach Bad Friedrichshall, unweit von Heilbronn. Das Wetter an Tag drei war – trotz schlechter Prognose – lange Zeit gnädig auf der Fahrt über Heilbronn, Lauffen und Bietigheim-Bissingen bis nach Ludwigsburg. In Sichtweite von Schloss Ludwigsburg bahnte sich jedoch das Unwetter an, und dann ging’s zwei Stunden im Regen bis zum Etappenziel Esslingen, unweit von Stuttgart. Über Plochingen, Nürtingen, Tübingen, Rottenburg und Horb ging’s dann bis zum nächsten Etappenziel in Sulz, immer am Neckar entlang. Kaum im Sattel führte an Tag fünf der Weg auch schon über einige Kilometer steil bergauf in den Schwarzwald. Auf der anderen Seite des Berges erwartete die Radler eine atemberaubende Abfahrt hinab nach Schiltach und ins Kinzigtal. In einem Hotel in Freiburg/Breisgau wurde übernachtet.

Nachdem sie die südlichste Großstadt der Republik bestaunt hatten, starteten die Radfahrer in den sechsten Tag. Kurz vor dem Ende der sechsten Etappe passierten sie das kleine Forchheim im Kreis Emmendingen.

Vom Weingebiet am Kaiserstuhl ging es an Tag sieben gen Norden, immer an der Badischen Weinstraße entlang. Dabei beeindruckte nicht nur der Weinbau , sondern vor allem die Vielfalt des Obstanbaus in dieser Region. Die Fahrt führte dann durch Gengenbach, eine kleine, aber sehenswerte ehemalige Reichsstadt. Bei herrlichem Sonnenschein wurde kurz vor Baden-Baden das Tagesziel im Weinort Neuweiher erreicht.

Parallel zum Lauf des Rheins ging’s weiter nach Norden, durch die Kurstadt Baden-Baden, über Rastatt und das Städtchen Ettlingen nach Karlsruhe, die Städte Leimen und Brühl erinnerten an weltbekannte Tennis-Größen. Über die Höhenzüge des Neckartales wurde Heidelberg erreicht.

Tags darauf ging es zwei Stunden den Neckar aufwärts, in den Odenwald. Sechs Kilometer steil bergauf forderten vor allem die fünf Biker heraus, die ohne E-Unterstützung unterwegs waren. Vom Neckar zum Main ging es 50 km durch die Wälder und über die Höhen des Odenwaldes. Die neunte Etappe endete am Mainufer in Bürgstadt bei Miltenberg.

Am vorletzten Tag der Rundfahrt durch den Südwesten Deutschlands ging es weiter mainaufwärts über Wertheim in Richtung Würzburg. Nach Randersacker erreichten die Radfahrer ihr letztes Nachtquartier im Weindorf Sommerhausen.

Nach elf Tagen, 150 Corona-Schnelltests, zehn Hotels, circa 60 Stunden im Sattel und 1035 Kilometern Gesamtfahrstrecke trafen die Radler der FFW Forchheim am Sonntag wieder wohlbehalten am Feuerwehrhaus in der Egloffsteinstraße ein.

Ein großes Kompliment geht an Tourguide Heinz Bedürftig, der jeden noch so versteckten Radweg fand. Auch dem Fahrer des Begleitfahrzeuges, Günther „Rockky“ Kammerer, gebührt ein Lob für seine Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit. red