Zwei Laien-Parlamente tagten an den vergangenen beiden Tagen im Maximilianeum. Mit dabei war auch Klaus Förster aus Limmersdorf, der Ehrenvorsitzende der Freien Wähler Oberfrankens und Vorsitzende des Bildungswerks für Kommunalpolitik Bayern.
Das eine Gremium wurde entsprechend der bayerischen Bevölkerungszahl von 2016 zusammengesetzt, das andere bildete einen Querschnitt durch die voraussichtliche Bevölkerungszusammensetzung im Jahr 2050. Diskutiert wurden in beiden Parlamenten die gleichen politischen Inhalte. Es ging um Maßnahmen zur Erhaltung der Lebensqualität in schrumpfenden Regionen und eine qualitätsvolle Bildungsoffensive.


Viele Fragen

Interessant war der Ausgang der Diskussionen und der Abstimmungen: Würde das Parlament von 2050, das im Schnitt älter und kulturell vielfältiger ist, andere Entscheidungen trefen als das Parlament von 2016?
Landtagspräsidentin Barbara Stamm betonte, dass es sich hier nicht einfach nur um eine Spielerei handele, vielmehr habe die Aktion einen ernsten Hintergrund: "Wir werden immer älter und auch weniger. Gleichzeitig nimmt die Vielfalt von Kulturen und Lebensformen spürbar zu." Es gehe folglich darum, zu überlegen, was diese Entwicklungen für den politischen Entscheidungsprozess bedeuten.
"Besteht die Gefahr, dass sich ältere Generationen vor allem für Rentenpolitik einsetzen und die Ausbildung junger Menschen vernachlässigen?", fragte Stamm. und "Wie kann es gelingen, Interessenkonflikte zwischen den Generationen zu vermeiden und die Solidarität zwischen den Altersgruppen zu erhalten?" Das seien Fragen, "die uns in nicht allzu ferner Zukunft beschäftigen werden".
Alle Infos zum Parlament der Generationen, zu Zielen, Methodik und Themen, zu Struktur und Ablauf sowie zu den wissenschaftlichen Experten hinter der Veranstaltung finden Interessierte auf der Projekthomepage www.parlament-der-generationen.bayern. red