Nach Ablauf der finanziellen Unterstützung im kommenden Jahr wird die Waldkörperschaft deutlich geringere Einnahmen haben, prophezeit Edmund Reinhard, Vorsitzender der Altrechtlichen Waldkörperschaft Großwenkheim. Ohne den Verkauf von Wertholz werden die noch spärlicher ausfallen, meint er. Die Mittelwaldbewirtschaftung, wie sie von der Großwenkheimer Waldkörperschaft betrieben werde, sei heutzutage selten. "Unsere Waldkörperschaft und der Zustand unseres Waldes werden von den Forstbehörden und dem unteren Naturschutz sehr gelobt", sagt der Vorsitzende. Für die Fauna und Flora sei sie sehr wichtig, da sich nach einem Hieb wieder Tiere und Pflanzen etablierten, die in einem reinen Hochwald keine Chancen hätten. "Diese Art der Waldbewirtschaftung ist auch der Grund für die staatliche Förderung, die wir in den letzten zehn Jahren erhalten haben", sagt Reinhard. Der "Hieb 14" sei allerdings der letzte, für den es eine Förderung gebe. Im kommenden Jahr ist Schluss.
Bei der Jahreshauptversammlung der Großwenkheimer Rechtler mahnte Vorsitzender Edmund Reinhard außerdem zur Vorsicht beim Arbeiten mit der Motorsäge. Wer ohne Schutzausrüstung hantiert, werde gerügt und nach Hause geschickt.
Auch im Jahr 2017 haben die Mitglieder der Altrechtlichen Waldkörperschaft einiges zu tun: Einzelne Hiebe müssen eingezäunt und bepflanzt, von Dornen gesäubert und gemulcht werden. Dazu muss der Waldrand am Radweg im Bereich Osterfeld zurückgeschnitten sowie Durchlässe ausgeputzt werden, und das Fällen, Aufarbeiten und das Abfahren des Holzes stehen auch noch an. Die anwesenden Mitglieder entlasteten den Vorstand. Nach alter Tradition wurde der Anfang der Messfolge ausgewürfelt. Den Anfang für "Hieb 14", 2017/2018, macht Irmgard Geßner. mta