Lampenfieber hatten sicher alle Absolventinnen bei der Abschlussprüfung der Floristen. Nicht nur, dass in einer vorgegebenen Zeit vier praktische Prüfungsarbeiten kreiert werden mussten, auch waren im Vorfeld Skizzen des Blumenschmucks zu erstellen, mussten Kalkulationen erfolgen und Beratungsgespräche durchgeführt werden. Letztendlich mussten alle Arbeiten auch den kritischen Blicken des fünfköpfigen Prüfungsausschusses der IHK für Oberfranken Bayreuth standhalten.
Zu den erfolgreichen Absolventinnen zählen Sonja Schlinkert, die ihre Ausbildung bei Blumen Krischke in Steinbach am Wald absolviert hat, und Stefanie Morand, die bei der Gärtnerei Michael Ewald in Mitwitz gelernt hat.


Kreativität imponierte

Unter den über 2000 Prüflingen der IHK waren in diesen Tagen auch zehn Floristinnen, welche die Bayreuther Schlossgaststätte Eremitage in ein Blumenmeer verwandelten. Es waren nicht nur gebundene Sträuße zu erstellen, sondern auch gesteckte Gefäßfüllungen und gepflanzte Werkstücke. "Für diese drei Aufgaben hatten die Prüflinge jeweils 30 bzw. 40 Minuten Zeit", erläutert Torsten Schmidt als stellvertretender Leiter des Bereichs Berufliche Bildung zusammen mit Claudia Pauli vom Prüfungswesen kaufmännische Berufsausbildung der IHK für Oberfranken Bayreuth vor Ort.


Realistische Rahmenbedingungen

Wesentlich aufwändiger war die so genannte "Komplexe Prüfungsaufgabe", für deren Bewältigung die angehenden Floristinnen 90 Minuten Zeit hatten. Zu erstellen war hier wahlweise ein Hochzeits-, Trauer-, Raum- oder Tischschmuck. "Hier werden die Prüflinge am meisten gefordert", erläutert Elke Hofmann, Vorsitzende des IHK-Prüfungsausschusses Floristen. "Zu dieser Aufgabe gehören nicht nur das Binden und Stecken, sondern im Vorfeld auch ein kundenorientiertes Beratungsgespräch, eine detaillierte Kostenkalkulation und Materialplanung sowie eine Skizze des Schmucks. Also Aufgaben, die den Absolventinnen in ihrem künftigen Berufsleben noch oft begegnen werden."
Die Arbeiten mit der Vor- und Nachbereitung waren so überzeugend, dass alle Teilnehmerinnen die Prüfung bestanden haben. Hoffentlich auch ein gutes Omen für die anderen 2742 Prüflinge in den anderen 161 anderen Berufen der IHK für Oberfranken Bayreuth. red