Die Entwicklung von Schnelltriebwagen begann ab Anfang der 1930er Jahre in Europa und in den Vereinigten Staaten. Einen ersten Höhepunkt stellte 1931 in Deutschland der "Fliegende Hamburger" dar. Mit diesen Fahrzeugen versuchte die Bahn der zunehmenden Konkurrenz des Straßenverkehrs entgegenzutreten.

Der zweiteilige Triebzug DR 877 erreichte eine Reisegeschwindigkeit von 125 Stundenkilometern, der planmäßige Einsatz begann am 15. Mai 1933 auf der Strecke von Berlin nach Hamburg.

Der DR 877 war Prototyp für weitere Schnelltriebwagen, die sogenannten "Fliegenden Züge": die zweiteilige Bauart "Hamburg" DR 137 149 bis 152 und 137 224 bis 232 (13 Triebwagen) sowie davon abgeleitete Bauarten wie die dreiteiligen Bauarten "Leipzig" DR 137 153 bis 154 und 137 233 bis 234, "Köln" DR 137 273 bis 278 und DR 137 851 bis 858 sowie die vierteiligen Bauarten "Berlin" DR 137 901 bis 903 und "München" DR 137 904 bis 911. Letztere wurden durch die Kriegsereignisse nicht mehr realisiert.

Beliebtheit wuchs schnell

Die schnell wachsende Beliebtheit des Schnelltriebwagensystems brachte allerdings einige Unzulänglichkeiten mit sich. Die bisher eingesetzten Fahrzeuge der Gattung "Hamburg" und "Leipzig" besaßen nur Fahrgastgroßräume und einen eingeschränkten Mitropa-Service.

Die neuentwickelten Fahrzeuge konstruierte man deshalb als Einzelachsfahrzeuge mit ge-schlossenen Abteilen und Speisewagen. Die Bauart "Köln" war die größte gebaute Serie von Schnelltriebwagen bei der DR mit 14 Stück. Der jetzt im Deutschen Dampflokomotiv-Museum eingetroffene ehemalige 137 856 "Köln" wurde als letztes Fahrzeug 1983 bei der Deutschen Reichsbahn abgestellt. Er ist das letzte vollständig erhaltene Exemplar dieser Bauart und soll von der Maybach-Stiftung wieder betriebsfähig aufgearbeitet werden.

Das legendäre Fahrzeug kann im DDM bewundert werden, mehr Infos gibt es unter www.dampflokmuseum.de. red