Einen passenden Ausbildungsberuf zu finden, der den eigenen Stärken und Schwächen sowie den Neigungen und der persönlichen Eignung entspricht, fällt den Jugendlichen häufig schwer. Oft liegt das auch daran, dass ihnen viele Berufsbilder gar nicht bekannt sind und die Heranwachsenden auch nicht wissen, was man in den Berufen konkret macht. Genau deshalb durften sich die Schüler der Herzog-Otto-Mittelschule am Projekttag "Ausbildung" zum wiederholten Mal bei den eingeladenen Betrieben quasi aus erster Hand über vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

Workshops im Angebot

Konrektorin Silke Fischer begrüßte die Vertreter der Firmen, Ausbildungsleiter und Azubis und erklärte den Ablauf und die Organisation der zweiteiligen Veranstaltung. Im ersten Teil konnten die Acht- bis Zehntklässler zunächst an einem vorher ausgewählten Workshop der Firmen praxis- und handlungsorientiert die verschiedenen Ausbildungsberufe und deren Anforderungsprofile kennen lernen. Dabei erfuhren die Schüler Wissenswertes zu den Themenbereichen Berufsschulunterricht, Einstellungstests und Bewerbungsverfahren und vor allem, worauf es den Firmen besonders ankommt. Wichtige Arbeitstugenden wie Flexibilität, Teamfähigkeit und Engagement seien hier genannt.

Das Bildungszentrum Vierzehnheiligen war mit den Berufsfachschulen für "Kinderpflege" und "Ernährung und Versorgung" vertreten. Beim Basteln und beim Babypuppebaden konnten die Schüler die Arbeit einer Kinderpflegerin praxisnah kennenlernen. Eine Mitarbeiterin des Kurhotels in Bad Staffelstein stellte den Interessierten die vielfältigen Berufe eines Hotelbetriebs vor. Beim Cocktail-Shaken konnten die Schüler gleich einmal ihr Talent unter Beweis stellen. Die Firma Dechant aus Weismain brachte den Teilnehmenden mithilfe anschaulicher Videos das breite Spektrum eines Bauunternehmens näher. Was man in einer Polstermöbelfirma macht, konnten die Jugendlichen im Workshop der Firma Koinor aus Michelau erfahren. An mehreren Stationen hatten die Teenager die Möglichkeit, u. a. die Berufsbilder Industriekaufmann oder Fachlagerist zu entdecken. Die Firma Smia brachte ein großes Aufgebot an Azubis mit, so dass jeder Interessent die Chance hatte, diese persönlich über die Ausbildung und die damit verbundenen Stolpersteine zu interviewen. Die Firma Robert Hofmann GmbH und die Firma Werkzeugbau Hofmann GmbH präsentierten gemeinsam ihre beiden Unternehmen. Anschaulich erklärten sie anhand verschiedenster Werkstücke beispielsweise die Arbeit eines Technischen Produktdesigners. Vor allem beeindruckte der Einsatz des 3D-Druckers.

Mit dem Fachgebiet "Oberflächentechnik" durften sich die Schüler bei der Firma Rösler intensiv vertraut machen. Schließlich stellte auch ein Vertreter der Stadt Lichtenfels die zahlreichen Ausbildungsberufe und Zukunftsperspektiven vor.

Umfassende Einblicke

Nach diesem ersten Teil der Veranstaltung konnten die Schüler an Infoständen weitere Betriebe kennenlernen und Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten sammeln. Mit viel Engagement bemühten sich alle Firmen, den Jugendlichen einen umfassenden Einblick zu ermöglichen. Zum Abschluss trafen sich alle Firmen und Lehrkräfte nochmals zu einer Schlussreflexion. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten hierbei die Fachlehrkräfte aus dem Bereich Soziales. Die Schulleitung bedankte sich bei allen Beteiligten für das große Engagement.

Nur durch die intensive Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft, verknüpft mit einem breiten Angebot an Informationsveranstaltungen und Schnupperpraktika, sei es möglich, die Jugendlichen bei der Wahl des richtigen Ausbildungsberufs zu unterstützen. Sowohl die Firmenvertreter als auch die Schüler sowie Lehrkräfte empfanden den Infotag als sehr gewinnbringend und als großen Erfolg. red