Coburg — Kinder von sechs Schulen waren vom 9. bis 15. März unterwegs, um "Kröten" zu sammeln für einen guten Zweck, das heißt für Tiere und Pflanzen in der Heimat. Dies war einer Pressemitteilung der Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN) zufolge die größte derartige Aktion im Umwelt- und Naturschutz in Bayern. Mit den gesammelten Spenden werde zum Beispiel Umweltbildung vor Ort angeboten oder das Engagement für Energiewende und Klimaschutz oder für gentechnikfreie Lebensmittel finanziert. Oder das Geld ist - im wahrsten Sinne des Wortes - für die Katz'. Für die Wildkatze nämlich, die dank jahrzehntelanger Bemühungen heute wieder durch Bayerns Wälder streift.
Auch im Lichtenfelser Forst und im Raum Rodach konnten 2014 Wildkatzen nachgewiesen werden. "Eine sensationelle Entdeckung!", heißt es in der Mitteilung. Jetzt gelte es, die Lebensräume der Wildkatzen zu vernetzen. So beteiligt sich der BN am Projekt "Wildkatzensprung", das grüne Korridore zwischen großen Waldgebieten schaffen soll. So können dann die seltenen Waldbewohner gefahrlos wandern.
Ohne die Spenden aus der Sammelwoche könnten solche Projekte nicht verwirklicht werden, denn der BN verzichte bewusst auf Sponsoring, um seine Unabhängigkeit zu wahren.
In Coburg Stadt und Land hatte die Grundschule Neuses in diesem Jahr mit 1010,44 Euro das beste Sammelergebnis. Es folgten die Grundschulen Bad Rodach mit 942,63 Euro und Lautertal mit 589,30 Euro. Auch von der Emil-Fischer-Schule Dörfles, der Volksschule Creidlitz und der Heinrich-Schaumberger-Schule wurden gute Ergebnisse erzielt. Weiterhin waren einige Kinder aus den Nachmittagsbetreungen der Schulen und Einzelsammler für den Naturschutz unterwegs. Der Bund Naturschutz bedankte sich dafür mit Urkunden und kleinen Präsenten für die Kinder. red