Das A-Team der Lateinformation des Turnvereins Coburg-Ketschendorf (TVK) hatte in der letzten Saison die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht. Cheftrainer André Heller zog deswegen die Konsequenzen und änderte vieles. Die Choreographie "Hot Stuff" wurde nach nur einem Jahr nicht mehr getanzt. Mit "Final Countdown", die besonders das tänzerische Können der Teammitglieder fordert, wurden neue Wege gegangen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Viele neue Tänzerinnen und Tänzer aus dem B-Team und dem Schülerteam wurden ins A-Team integriert und in zahlreichen Trainings auch außerhalb des normalen Trainingsplans wurden die neuen Teammitglieder auf das Niveau der Regionalliga gehoben.

"Alle neuen Teammitglieder haben einen extrem hohen Einsatz gezeigt", so André Heller Cheftrainer des A-Teams. "Eine derartige Leistungssteigerung in so kurzer Zeit ist nicht selbstverständlich."

Eine besondere Herausforderung kam auf das Team zu, als sich Marc Holland, ein neuer Herr im A-Team, Mitte November den linken Fuß gebrochen hatte und insgesamt acht Wochen ausfiel. "Marc ist im Oktober ins A-Team aufgerückt, nachdem ein Herr aus beruflichen Gründen aus der Region weggezogen war. Im Oktober und November hatte er einen Teil der neuen Choreographie trainiert. Natürlich noch nicht auf dem Niveau des restlichen Teams", erläutert André Heller "Wir hatten geplant, ihn bis Jahresende fit zu machen und anschließend gezielt auf die Turniere vorzubereiten." Aus diesem Plan wurde nichts.

Das Team stellte sich gemeinsam der Herausforderung, und jede und jeder beteiligte sich ab der ersten Januarwoche daran, den achten Mann fit zu machen. In einem eigenen Trainingslager und vielen langen und anstrengenden Trainings gelang dies. Mit dem Willen jedes Einzelnen und dem Einsatz aller Teammitglieder ist es geglückt, mit acht kompletten Paaren zum ersten Turnier zu fahren. Dennoch fehlte in den vergangenen Wochen die gewohnte Routine für das sechsminütige Programm.

Beim Auftaktturnier in Rüsselsheim konnte daher die Mannschaft auch nicht die Trainingsleistung auf die Fläche bringen. Eine starke Konkurrenz und zu viele Fehler in Synchronität, Highlights und Bildentwicklungen brachte den Vestestädtern somit nur Platz 6 ein. Mit dem Bewusstsein der Fehler im Rücken möchte das Team nun dennoch angreifen und zeigen, was es kann. Es gilt, die Trainingsleistung weiterhin zu verbessern und vor allem mehr davon beim nächsten Turnier auf die Fläche zu bringen.

Die Coburger und Kronacher Tänzerinnen und Tänzer haben dennoch Chancen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga, denn durch eine Neuordnung des Ligasystems 2020 werden Tabellenplätze vier bis sechs der Regionalliga 2019 im April auf einem Relegationsturnier einen zusätzlichen Aufstiegsplatz austanzen. Für die TVK-Mitglieder ist die Zeit hierfür auf ihrer Seite. "Es war uns bewusst, dass wir bei den ersten Turnieren noch nicht austrainiert sein werden. Für uns zählt eine gute Platzierung bei den letzten Turnieren und anschließend beim Relegationsturnier", so Heller. Er betonte aber auch, dass der Aufstieg aktuell keine Rolle in den Köpfen der Verantwortlichen spiele.

Für die Heimturniere am 16. und 17. März in der HUK-Coburg-Arena laufen momentan die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit der gewohnten heimischen Unterstützung zeigt sich Abteilungsleiter Robert Autsch zuversichtlich, dass sich in Coburg sowohl das A-Team als auch das B-Team von ihrer besten Seite zeigen werden. red