Bamberg/Forchheim — Seine "Hochachtung für das, was sie geleistet haben in der kurzen Zeit", sprach Jürgen Melber 18 Teilnehmern eines Qualifizierungslehrgangs aus. Melber ist Leiter der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik in Bamberg.
Seit Oktober 2013 hatten sich die Teilnehmer laut einer Pressemitteilung der Caritas in 22 Blockveranstaltungen auf die Externenprüfung für staatlich anerkannte Erzieher vorbereitet. Jetzt konnten sie ihre Zeugnisse in Empfang nehmen.

Staatlich anerkannte Erzieher

Hintergrund des Kurses ist der zunehmende Bedarf an Fachkräften in Kindertagesstätten. Das bayerische Arbeits- und Sozialministerium fördert daher die Weiterbildung beruflich erfahrener Personen - etwa von Kinderpflegerinnen - zu staatlich anerkannten Erziehern. Zum zweiten Mal bot der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg einen solchen Qualifizierungslehrgang an, dieses Mal gemeinsam mit seiner Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik in Bamberg.
Einen ersten Kurs hatte er im Jahr zuvor mit seiner anderen Fachakademie in Baiersdorf durchgeführt. Das Besondere dieser Kurse ist, dass Unterricht und Abnahme der Prüfung in einer Hand liegen.Den jetzt abgeschlossenen Lehrgang hatten ursprünglich 20 Teilnehmer begonnen. Ein Teilnehmer musste den Kurs aus privaten Gründen abbrechen, eine andere Teilnehmerin legt die Prüfung erst im Herbst ab.
Als einen Erfolgsfaktor des Kurses benannte der stellvertretende Diözesan-Caritasdirektor Helmar Fexer in seinem Grußwort die Kompetenz der Lehrkräfte. Sie hätten die hohe Qualität des Unterrichts gewährleistet und auf diese Weise die enge Zeitvorgabe, den Stoff von zwei Schuljahren zu vermitteln, etwas ausgleichen können.

Abschluss mit der Note 1,18

Die erfolgreichen Prüflinge müssen nun noch ein einjähriges Berufspraktikum absolvieren. Melber wünschte ihnen dazu Freude am Umgang mit den Kindern.
Das Praktikum böte die Chance zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Dialogfähigkeit, respektvolles Verhalten, Einsichtsfähigkeit und der Mut, eigene Ideen einzubringen, seien wichtige Eigenschaften für Erzieherinnen und Erzieher. Ein besonderes Lob zollte er den Prüfungsbesten Elke Schäfer und Sabine Staude, die beide die Durchschnittsnote 1,18 erzielten.