Auch wenn der Umzug des Fischerfests vom Bleich-anger neben dem ASV-Sportplatz in den Engelgarten eigentlich aus der Not geboren und den Bürckenbauarbeiten an der Aisch geschuldet war, hat der Fischereiverein Höchstadt mit dem neuen Veranstaltungsort zum 30. Jubiläum seines Fests einen Volltreffer gelandet.
Der Vereinsvorsitzende Klaus Müller resümierte bereits am Sonntagmittag: "Angenommen wurde das Fischerfest in diesem Jahr von der Bevölkerung sehr gut. Besonders der Samstag war ein ausgezeichnet besuchter Tag." Das Wetter habe sehr gut gepasst, und die zehn Minuten Gewitterregen am Abend habe man als willkommene Abkühlung hingenommen. Im Festzelt und im Pavillon seien die Besucher trocken geblieben.
Besonders der Veranstaltungsort Engelgarten sei von den zahlreichen Besuchern sehr anerkennend gelobt worden, und man habe nunmehr darüber nachgedacht, seine Fischerfeste dauerhaft in den "Engelgarten" zu verlegen, auch die Verantwortlichen des Vereins seien von diesem Veranstaltungsort begeistert. Die Einbeziehung des Pavillons biete sich an und man wolle ihn im nächsten Jahr mit Lichterketten illuminieren.


116 Kartler im Wettstreit

Einer der Höhepunkte des Festes ware das Schafkopfrennen am Eröffnungstag, unmittelbar nach dem Bieranstich. Daran nahmen 116 Kartenspieler teil. Am Samstagabend war die Band Frankenexpress ein Publikumsmagnet.
Das öffentliche Hegefischen in der Aisch zwischen den beiden Mühlen, der Greiendorfer und der Gremsdorfer, brachte sehr gute Ergebnisse. 79 Teilnehmer mühten sich darum, den größten Fisch ins Netz zu bekommen. Rolf Grau hatte das größte Anglerglück und brachte einen ein Meter langen Hecht auf die Waage. Zwei gefangene Fische kommen von jedem Fischer in die Wertung.


Fang sinnvoll verwertet

Das Gesamtsiegergewicht bei Rolf Grau betrug 7725 Gramm. Den zweiten Platz belegte ein Gastfischer aus Schwandorf. Unter den Besuchern des Fischerfestes und Teilnehmern des Hegefischens waren auch viele überregionale Gäste. Bester Jugendfischer war Maximilian Müller mit stolzen 5680 Gramm. Er kam damit auf den achten Platz in der Wertung. Rolf Grau erklärte den Begriff "Hegefischen" wie folgt: "Es dient zur Ausdünnung der überalterten Fische in der Aisch, um den Fischbestand zu alter Exemplare zu reduzieren."
Dabei würden vor allem Karpfen, Hechte und andere Weißfischarten gefangen. Dazu gehören die Forellenarten, Hechte, Flussbarsche, Zander, Rotfedern, Schmerle, Gründlinge, Schleien und Störe.
Die am Sonntag gefangenen Fische wurden während des Fischerfestes sofort einer "sinnvollen Verwendung" zugeführt, wie Klaus Müller formulierte. Aus ihnen wurden Fisch-Chips gemacht und die waren das Highlight des Abendessens am letzten Veranstaltungstag. Als lukullische Spezialitäten wurden außerdem an den Festtagen neben fränkischen "Salzknöchla mit Kraut" vor allem zünftige Fischgerichte angeboten wie Fischsuppe, geräucherte Karpfen und Forellen, gegrillter Fisch, Makrelen und gewedelte Heringe. Der gute Appetit der Besucher war das größte Lob für die Höchstadter Fischer.