Das Coburger Puppenmuseum durfte sich über einen besonderen Neuzugang freuen: "Toxi", die Hauptdarstellerin aus dem gleichnamigen Film von 1952, zog als Puppe in die Sammlung ein. Möglich machte dies ein Ankauf des Freundeskreises Coburger Puppenmuseum, wie Christine Spiller, die Leiterin des Puppenmuseums, mitteilt. Ragida Deeb, die Vorsitzende des Freundeskreises, hat kürzlich die Puppe an Christine Spiller übergeben.

Die von der Drei-M-Puppenfabrik in Mönchröden hergestellte Puppe befindet sich noch im Originalzustand, sogar die Papiermarke ist erhalten. Mit Schlafaugen, Mamastimme, schwarzem Wuschelkopf und rotem Mäntelchen ist sie ein Abbild der Filmfigur "Toxi". 1952 brachte der Constantin-Filmverleih die Geschichte des "Brown Babys" auf die Leinwand. Er griff ein in den 1950er Jahren sehr aktuelles soziales Thema auf, ebenso wie die eben ausgestrahlte ARD-Mini-Serie "Ein Hauch von Amerika": Im amerikanisch besetzten Teil Deutschlands hatte die Liebe zwischen deutschen Frauen und amerikanischen GIs mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, besonders, wenn Kinder geboren wurden. Toxis berührende Geschichte beginnt auf der Treppe eines reichen Haushalts, führt über ein Kinderheim und mündet am Weihnachtsabend in ein Happy End.

Wer mehr über die Puppe und ihre Geschichte erfahren möchte, findet im digitalen Museum auf der Website des Puppenmuseums einen entsprechenden Artikel: Man geht auf www.coburg.de, weiter auf "Subportale" und "Puppenmuseum/digitales-museum.aspx". Die Puppe selbst ist im Museum ausgestellt. red