Als vor 50 Jahren die Bilder in Bamberg laufen lernten, waren alle Gründungsmitglieder des Film & Video Clubs Bamberg dabei.

Die Filmbegeisterten aus Lichtenfels, Hallstadt, Pommersfelden, Strullendorf und der Stadt Bamberg taten sich zusammen und gründeten einen Verein, der damals Bamberger-Filmamateure 1969 (BAFA 69) hieß, 1977 als Filmclub Bamberg ins Vereinsregister eingetragen wurde und ab 1990 zu seinem jetzigen Namen Film & Video Club Bamberg kam.

Gefunden hatten sie sich schon einige Jahre vorher in Kursen der Volkshochschule. So gründeten sie im Alten Rathaus ihren Filmclub. Ihr Jubiläum feierten die Filmer wieder in der Volkshochschule, aber nun im großen Saal im Alten E-Werk in der Tränkgasse.

Den Saal hatten die Mitglieder des Filmclubs dazu in einen großen Kinosaal verwandelt und auch viele technische Geräte von der Gründerzeit bis heute ausgestellt. Mit diesen zeigten sie dann auch ihr ganzes Können, indem sie die Redner groß auf die Leinwand projizierten oder gleichzeitig dazu Personen aus der Gästeschar zeigten, über die gerade gesprochen wurde.

Mit dem ersten Film: "Der Bumerang" von Ferdinand Jositsch aus der Gründerzeit und natürlich noch in Schwarz-Weiß startete die Show. Damals fuhren noch Busse auf dem Maxplatz und vor dem "Hertie". Auch in den folgenden Filmblöcken stand stets Bamberg als Thema im Mittelpunkt.

Alle Redner lobten das Engagement der Mitglieder des Bamberger Filmclubs und ihre wertvollen filmischen Arbeiten.

Clubvorsitzender Reinhold Pflaum zählte in seiner Chronik auch die "Odyssee der Clublokale" auf, in denen der Filmclub gastierte: Ab1980 hat er nun im "Tambosi" an der Promenade seine neue Heimat. Dass der Filmclub so lange hier sein darf, dafür bedankte sich Pflaum herzlich bei der Wirtin Kunigunda Jeuthner und überreichte ihr beim nächsten Clubabend einen Blumenstrauß als Geschenk.

Der Filmvorstand erläuterte ausführlich die 50-jährige Geschichte. Er zählte die zahlreichen Wettbewerbe auf, die der Verein selbst veranstaltet oder an denen er mit großen Erfolgen teilgenommen hatte. Als Beispiel nannte er den 1. Preis für den Film von Karl Hoffmann: "Die Altenburg ob Bamberg" von 1974. Der Film "Melanie" von Klaus Fleischmann erhielt 1998 die höchste internationale Auszeichnung eines Clubmitgliedes.

Die Filme der jetzigen Mitglieder Elisabeth Greiner, Rudolf Grafberger, Christian Schöfer und des Vorstandes Reinhold Pflaum über ihre Stadt heimsten Lob und Applaus ein. Viel Schmunzeln und Lachen erntete der Youngster Dominik Helmich mit seinen Film "The Visit", in dem zwei grüne Außerirdische Bamberg einen Besuch abstatteten.

Alle Filme werden übrigens in voller Länge ab 18 Uhr vor den regulären Clubabenden am jeweils vierten Montag des Monats im Nebenzimmer des "Tambosi" gezeigt - Gäste sind willkommen - der Eintritt ist, wie immer, frei.

Bürgermeister und Kulturreferent Christian Lange ehrte Gründungsmitglied Ferdinand Jositsch für besondere Verdienste, für 50 Jahre Mitgliedschaft Kilian Görtler, für 40 Jahre Wolfgang Hoffmann und Reinhold Pflaum, für 25 Jahre Rudolf Grafberger, Christian Schöfer, Thomas Schulz und für 10 Jahre Edmund Görtler.

Mit dem sogenannten Rausschmeißer, dem Film "Frangn-bl(p)ech" von Christian Schöfer endete der offizielle Teil des Abends und das gemütliche Beisammensein mit vielen Erinnerungen und Fachgesprächen begann.

Natürlich wurde der ganze Abend filmisch aus allen Ecken und Perspektiven von Peter Trebes, Thomas Schulz und Dominik Helmich dokumentiert und steht so späteren Generationen zur Verfügung. Joseph Beck