Jugendliche Rebellion ist das Thema bei der nächsten Schauspiel-Produktion des Landestheaters Coburg. Am Freitag, 10. November (20 Uhr), feiert das Stück "Die fetten Jahre sind vorbei" nach dem gleichnamigen Film von Hans Weingartner Premiere in der Reithalle.
Der Film aus dem Jahr 2004 - mit Daniel Brühl, Julia Jentsch und Stipe Erceg in den Hauptrollen - wurde bald nach seinem Erscheinen von Gunnar Dreßler für die Bühne adaptiert. Regisseurin Mascha Pitz und ihr Kostüm- und Bühnenbildner Thomas Unthan bringen das Stück auf die Bühne. "Die ganzen Revolutionen, die es gegeben hat. Das haben vor uns schon tausend andere versucht und es hat nicht funktioniert. Warum soll es jetzt plötzlich bei uns klappen?" fragt Jule im Gespräch mit Jan.
Wie also noch rebellieren, wenn alles schon mal da war? Die beiden Studenten Peter und Jan haben in ihrer Wut gegen soziale Ungerechtigkeit ihre Form des Protests gefunden. Sie steigen nachts in die Villen der Reichen ein, um diese zu verunsichern: Sie verrücken deren Möbel, richten Chaos an und hinterlassen Botschaften wie "Die fetten Jahre sind vorbei" oder "Sie haben zu viel Geld".
Als Jan gemeinsam mit Peters Freundin Jule in eine dieser Villen einsteigt, geht alles schief und sie werden vom Besitzer, Hardenberg, erwischt und so schlittern die drei Freunde in eine Entführungsgeschichte, ohne zu ahnen, dass ihre Geisel ein Alt-68er ist.
In den Rollen von Peter und Jan sind Benjamin Hübner und Thomas Kaschel zu sehen. Alexandra Weis verkörpert Peters Freundin Jule und Niklaus Scheibli den reichen Villenbesitzer Hardenberg.
Die beiden Schauspieler Alexandra Weis und Thomas Kaschel sind seit dieser Spielzeit neu engagiert im Schauspielensemble des Landestheaters Coburg. ct