Vielleicht ist es einigen aufgefallen, die an der Salinenpromenade in Bad Kissingen unterwegs waren. An den vergangenen Wochenenden tummelte sich eine Gruppe Jugendlicher auf dem Weg und wurde dabei von einem Filmteam begleitet.

Die Christian Presl-Stiftung hatte Jugendliche zu einem Workshop eingeladen. Alle hatten in den vergangenen Jahren einen Angehörigen verloren. "Das Wissen, dass es den Teilnehmenden ähnlich geht, wirkt schon entlastend", erklärt die Sozialpädagogin Maritta Düring-Haas.

An drei Tagen entwickelten die Mädchen und Jungs ihre Geschichte, schrieben das Drehbuch und produzierten zusammen mit dem jungen Filmemacher Kevin Wloczyk von Wildscreen Entertainment den Kurzfilm "Der Ballon".

Hautnah erlebt

Das Projekt stand unter dem Titel "Erlebt das Filmset, wie es ist." Und so konnten die Akteure eine Filmproduktion hautnah erleben. Sie schrieben Drehbuch, verteilten die Rollen, kümmerten sich um die Requisiten, übernahmen Tonaufnahme und Regieassistenz.

Unterstützung erhielt das Projekt durch das Kochteam der Klinik Bavaria, das für das Catering sorgte, und das KISSori-Lernzentrum stellte Räume zur Verfügung.

Zur Premiere wurde der rote Teppich für die Stars von morgen ausgerollt. Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde gehörten zu den geladenen Gästen.

Einige überdenken allerdings ihr Vorhaben, in das Schauspielgenre zu wechseln. "Ich hätte nie gedacht, dass Filme drehen so anstrengend ist," stellten die Jugendlichen fest. Am Ende erhielten alle eine Version ihres Filmes und ein Poster. red