Ein Rückblick auf das vergangene Jahr und Ehrungen standen im Mittelpunkt des Neujahresempfangs, zu dem die Gemeinde Ebelsbach in den Bürgersaal eingeladen hatte. Mit Bildern und Geschichten ließ Bürgermeister Walter Ziegler (BNL) noch einmal viele Jubiläen und Veranstaltungen aufleben. Gleichzeitig wünschte er allen Gästen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2018.
Unter den Ehrengästen sah man auch Ehrenbürger Pfarrer Ottmar Pottler sowie Altbürgermeister Freiherr Friedrich Wilhelm von Rotenhan und die Träger der Bürgermedaille: Roland Mayer, Siegbert Mantel, Dieter Kraft und Edda Strauß. Bürgermeister Walter Ziegler erinnerte aber auch an die Medaillen-Träger Werner Schöpplein und Altbürgermeister Emil Däschner, die im vergangenen Jahr gestorben sind.


Rückblick auf Jahr der Jubiläen

Mit besonderer Freude hieß Ziegler die neue Rektorin der Grundschule, Angelika Schmitt, sowie die Familie Sajeda Alamshaki mit der Familie Kleinhenz aus Schönbach willkommen. Die Familie Kleinhenz kümmere sich nämlich wie die Bürger Gabi Mantel, Marianne Kellner, Marion Naumann, Florian Berger und Andrea Schwemmlein auch weiterhin um die Integration von syrischen und afghanischen Flüchtlingen.
Zahlreiche Vereine und Organisationen, sagte Bürgermeister Ziegler, hätten im Jahr 2017 ein Jubiläum gefeiert. Dabei stellte er ganz besonders das 250-jährige Bestehen der Kirche in Steinbach, das 50-jährige Bestehen der Flessabank, aber auch das Jubiläum "25 Jahre Priester" von Pfarrer Matthias Rusin heraus. Mit dem "Kommando Luther" in der Verantwortung habe die evangelische Kirchengemeinde Gleisenau das Jubiläum "500 Jahre Reformation" entsprechend gefeiert.
Als kulturelle und gesellschaftliche Höhepunkte bezeichnete Ziegler die "Spieletage" des Kreisjugendringes im Bürgersaal sowie das Theaterstück der Lebenshilfe "Morgen bin ich König". Das Besondere bei dieser Veranstaltung sei gewesen, dass Jugendliche der Musicalgruppe des Bereichs "Offene Hilfen" der Lebenshilfe Haßberge und des Praxis-Seminars des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt auf Lebensfragen kreative, musikalische Antworten suchten. Unterstützt wurden sie dabei von Liedermacher Martin Scherer und Musikpädagogin Petra Schlosser, wobei das Projekt auch von der "Aktion Mensch" gefördert wurde. Das Stück habe mit einem kräftigen Applaus für die Leistung aller Beteiligten geendet, und zum Dankeschön habe er auch alle Beteiligten zu einem Pizza-Essen eingeladen.


Streifzug durch Kommunalpolitik

Der Bürgermeister streifte aber auch die kommunalpolitischen Maßnahmen des vergangenen Jahres. So sei die Staatsstraßen 2281 Rudendorf-Lußberg, aber auch die Staatsstraße 2274 Gleisenau-Breitbrunn nach umfangreichen Sanierungen wieder für den Verkehr freigegeben worden. Allen Beteiligten, vor allem Staatssekretär Gerhard Eck und dem Landtagsabgeordnetem Steffen Vogel sowie Baudirektor Manfred Rott, sprach Bürgermeister Ziegler seine Anerkennung aus.
Des Weiteren sei auch der Breitbandausbau in allen Ortsteilen vorangekommen, das Wehr am Ebelsbach sei umgebaut worden und auch das Kriegerdenkmal an der Kirche in Ebelsbach oder die Gedenksteine am Jugendhof und Sudetenplatz seien saniert worden.
Bei seinem Ausblick auf das Jahr 2018 stellte er die energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes in der Schlossanlage Gleisenau vorne an. Es erfolgten aber auch der Ausbau am "Ahornweg", Sanierungen am Ebelsbacher Friedhof und die Aufstellung des Bebauungsplanes "Am Herrenwald". Auch die Ortsdurchfahrt in Rudendorf und die weiteren Planungen für die Ortsumgehung "Stettfelder Straße" wolle man beginnen.
Landrat Wilhelm Schneider (CSU) nannte den Neujahrsempfang einen würdigen Rahmen für die Verleihung des Feuerwehr-Ehrenzeichens. Im Rampenlicht stünden heute aktive Feuerwehrmänner aus Schönbach, Rudendorf, Schönbrunn und Steinbach, die seit 25 beziehungsweise 40 Jahren selbstlos und engagiert für andere da seien, für Menschen, die sich in einer Notlage befinden, und für Menschen, welche die Feuerwehrleute oft nicht einmal kennen. Die Bedeutung des Einsatzes der Feuerwehrmänner unterstrich der Landrat mit einer Frage: "Haben Sie sich schon einmal überlegt, was wäre, wenn es die Feuerwehren im Landkreis nicht gäbe? Die Antwort ist einfach: Es wäre eine Katastrophe, weil der Brandschutz, eine Pflichtaufgabe der Gemeinden, nicht mehr gewährleistet wäre." Ein solch unermüdlicher Einsatz für das Gemeinwohl sei auch keine Selbstverständlichkeit, auch wenn das für viele Menschen fast schon selbstverständlich geworden sei.
Wenn jemand im aktiven Dienst 25 oder sogar 40 Jahre mitmacht, dann habe das großen Respekt verdient. Diesen Respekt und die Anerkennung dafür wolle die Verleihung des Feuerwehr-Ehrenzeichens als staatliche Würdigung zum Ausdruck bringen.


Feuerwehrler und Bürger geehrt

Landrat Schneider verlieh dann mit Kreisbrandrat Ralf Dressel an folgende Wehrmänner das Ehrenzeichen: für 25-jährige Tätigkeit an Norbert Trützel und Stefan Strätz (Rudendorf), Martin Schmidt, Gerd Schneider und Dietmar Schmidt (Schönbrunn), für 40-jährige Tätigkeit an Reinhold Strätz (Steinbach), Norbert Hemmerich (Schönbach) und Bernd Dalke (Feuerwehr Schönbrunn).
Eine Ehrung wurde vonseiten der Gemeinde folgenden Bürgern zuteil: Moritz Reinwand (Grundschule, 2. Platz bei der unterfränkischen Mathematikmeisterschaft), Irene Loch (25 Jahre Organisation des katholischen Seniorennachmittags im Advent), dem SV Rapid Ebelsbach (Aufsteiger 2015/16 in die Kreisliga) und den Sportfreunden Steinbach (Aufsteiger 2016/17 in die Kreisliga). Auch den Schulweghelfern und Schülerlotsen wurde für ihren Dienst gedankt. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgten Monika Appel, Waltraud Hellwig und Marina Andreeva. gg