Erlangen-Höchstadt — Mit einer Serie von Bränden quer durch alle Inspektionsbereiche be-gann für die Feuerwehren des Landkreises am Freitagnachmittag ein sprichwörtlich heißes Wochenende, nicht nur allein aufgrund der sommerlichen Hitze. Das teilt Stefan Brunner von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbands mit.
Den "Auftakt" habe um 14 Uhr die Alarmierung der Feuerwehren aus Buckenhof, Spardorf, Uttenreuth, Weiher und Heroldsberg sowie des Inspektionsdienstes des Landkreises zum Brand einer Waldlichtung am Ruhstein nahe Uttenreuth gebildet. Rund 50 m ² Freifläche seien hier in Flammen gestanden. Die Feuerwehr habe hier zwar ein Übergreifen auf den Wald verhindert, schreibt Brunner, jedoch sei kurze Zeit später nur wenige hundert Meter entfernt ein weiterer Brand auf einer Fläche von rund 400 m ² zu bekämpfen gewesen. Unterstützung hätten die Landkreiswehren von der Feuerwehr Erlangen bekommen, die mit ihrem Großtanklöschfahrzeug die Wasserversorgung mit sicherstellte. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Fast zeitgleich habe die Integrierte Leitstelle Nürnberg um 14.22 Uhr die Feuerwehren Röttenbach und Baiersdorf mit dem Stichwort "Brand von Gestrüpp" an einem Waldweg in der Nähe des Ortsrandes von Röttenbach alarmiert, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Beim Eintreffen wenige Minuten später hätten die Einsatzkräfte jedoch einen bereits fast komplett ausgebrannten Kleinwagen vorgefunden.

Auto und Ballenpresse brennen

Die Besatzung eines Fahrzeugs des Rettungsdienstes hatte mit einem Handfeuerlöscher bereits erste Löschmaßnahmen durchgeführt. Dank der erstaunlich feuchten Umgebung habe das Feuer auch nicht auf den Wald übergegriffen. Die Freiwillige Feuerwehr Röttenbach habe das Fahrzeug gelöscht, während die Einsatzkräfte aus Baiersdorf die Wasserversorgung sichergestellt hätten. Die Einsatzstelle wurde im weiteren Verlauf für Ermittlungen der Kriminalpolizei weiträumig abgesperrt.
Der Schnelligkeit der Feuerwehren Neuhaus und Adelsdorf sei es zu verdanken, dass der Brand einer Ballenpresse gegen 16 Uhr auf einer Wiese zwischen Neuhaus und der B 470 sich nicht zu einem Flächenbrand ausbreiten oder auf bereits gepresste Heu-Rundballen übergreifen konnte. Die Maschine sei unter schwerem Atemschutz gelöscht worden.
Die große sommerliche Hitze stellte für die an den einzelnen Schadensorten eingesetzten Feuerwehrleute eine enorme zusätzliche körperliche Belastung dar, da sie bei ihren schweißtreibenden Tätigkeiten natürlich oft nicht auf geeignete Schutzkleidung verzichten konnten, berichtet Brunner. Dem sei man durch entsprechende Bereitstellung von geeigneten Erfrischungsgetränken begegnet, zudem sei man froh gewesen, dass an den Einsatzstellen auch Einheiten des Rettungsdienstes bereit standen, um rechtzeitig Hitzeschäden erkennen und notfalls sofort Erste Hilfe leisten zu können. red