Aus der Hauptversammlung des Feuerwehrvereins Ahorn im Depot wurden zwei Hauptversammlungen. Im selben Raum hatte sich eine Stunde zuvor der Gartenbauverein der Gemeinde aufgelöst. "Da sich die beiden Vereine schon historisch sehr nahe stehen", so der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Frank Haug, nahm die Versammlung der Floriansjünger die Gartler einstimmig in ihren Reihen auf. Zweck sei, sich gegenseitig zu unterstützen und weiter die Ortsverschönerung mit Leben zu erfüllen.

Anpassung der Satzung

Am Namen ändere sich nichts, lediglich die Satzung musste minimal aktualisiert werden. Wegen diverser Änderungen im Vorstand sowie aus Gründen des Zusammenschlusses wurde eine Nachwahl mit folgendem Ergebnis durchgeführt: Schriftführerin für den verstorbenen Hubert Schmidt wurde Sieglinde Müller, Kassenprüfer sind Matthias Schäfer und Katharina Stüllein. Beauftragter für den Bereich Dorfgemeinschaft ist Ingmar Reisenhofer. Die Vertreter der Gruppenführer wurden auf zwei Personen reduziert: Klaus Bätz und Lucas Trautwein.

Im letzten Jahr, hob der Vorsitzende hervor, wurde hauptsächlich ins Haus und die Ausrüstung investiert. Inzwischen wurde ein Kühlanhänger angeschafft. Dafür würden Spenden, aber auch Rabatte und Eigenleistungen sehr helfen. Am Freitag, 24. Mai, will die Ahorner Wehrmit einem Vereinsabend Gästen aus Sachsenbrunn und Irdning sowie Helfern und Partnern danken. Am darauffolgenden Sonntag findet ab 11 Uhr die Weihe des Fahrzeugs statt.

Kommandant Timo Schulz berichtete von einem abwechslungsreichen Jahr. Die Feuerwehr Ahorn zählt 43 Frauen und Männer, darunter fünf Jugendliche. 30 Einsätze gab es 2018. Dafür wurden 786 Stunden aufgewendet - 300 Stunden mehr als im Vorjahr.

Der schlimmste Brand war im Oktober gegenüber des Feuerwehrhauses zu bekämpfen.Dabei waren 28 Mann der Ahorner Wehr im Einsatz. Im Berichtsjahr hat die Wehr 52 Übungengehalten. Ein Großteil hiervon sei auf die Jugendfeuerwehr entfallen. 1216 Stunden wurden dabei geleistet. Dazu seien zahlreiche Übungen und Lehrgänge der Mannschaft gekommen.

Lucas Trautwein wurde in der Versammlung zum Löschmeister ernannt. Aus der Jugend in die aktive Wehr übergegangen sind Andreas Blasberg, Dominic Albrecht, Heinrich Eckl und Jan Lukas Häberle. Neu angemeldet haben sich Manuel Reblitz, Marcel Schulteiß und Thomas Tvaroh.

Freistaat hält sich fast ganz raus

Vieles zählte der Kommandant noch auf, unter anderem erwähnte er 32 Anzüge und Helme für Atemschutzgeräteträger im Wert von 45 500 Euro, die derzeit von der Gemeinde angeschafft werden. "Die 1500 Euro Förderung des Freistaats sind dabei gerade mal ein Fliegenschiss", fügte Bürgermeister Martin Finzel an.

Ende März sollen die Anzüge überreicht werden. Als weitere nötige Anschaffung sprach Timo Schulz ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug an. Das alte zählt 32 Jahre.

Finzel sprach den Wehrleuten seinen Dank aus. "Die Ausgaben der Gemeinde für euch sind jeden Cent wert." Auf den Wunsch nach einem Löschfahrzeug eingehend, erinnerte er an die derzeitigen großen Ausgaben der Kommune. Sobald der Haushalt stehe, meinte er, "können wir uns mit der Anschaffung befassen".

Kreisbrandinspektor Christian Boßecker überbrachte Grüße. Erfreut stellte er fest, dass es im Landkreis inzwischen 17 Kinderfeuerwehren gibt. "Dabei seid ihr mit gutem Beispiel vorangegangen. Denn ihr wart die Ersten, die eine Nachwuchsgruppe hatten!"