Die Feuerwehr blieb im vergangenen Jahr von Einsätzen verschont, auf den Ernstfall sind die Feuerwehrleute dennoch bestens vorbereitet. "Neben den regulären Übungen fanden auch Schulungen zum neu eingeführten Digital-Funk statt", bilanzierte Matthias Renner, der bei der Hauptversammlung als Kommandant wiedergewählt wurde. Besonders zufrieden sei er mit der hohen Übungsbeteiligung, die ihm die Arbeit erleichtere. Auch sein Stellvertreter, Christian Flohrschütz, bekam von den Feuerwehrkameraden erneut das Vertrauen ausgesprochen.


Fünf Mädchen machen mit

Im Augenblick leisten 17 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau ihren Dienst in Kleinwalbur. Eine wirkliche Besonderheit liegt in der Jugendarbeit, denn Jugendwartin Cornelia Bromme hat seit diesem Jahr ganze sieben Jugendliche, davon fünf Mädchen, unter ihren Fittichen. "Für ein kleines Dorf wie unseres eine stolze Zahl", sagte Bromme. Zudem habe man elf Übungen abgehalten und auch am Jugendleistungsmarsch erfolgreich teilgenommen.
Auch Bürgermeister Bernd Höfer (CSU) zeigte sich von der Entwicklung überrascht: "Beim Ausfüllen der Anträge im Rathaus dachte ich zunächst an einen Scherz und musste zweimal in der Gemeindeverwaltung nachfragen. Aber es haben sich tatsächlich gleich sieben Kinder auf einen Schlag angemeldet."
Dass von den sieben Feueranwärtern fünf weiblich sind, stimmte auch Kreisbrandinspektor Stefan Püls positiv, der erklärte, dass unter den 2900 aktiven Feuerwehrleuten im Landkreis Coburg nur 276 Frauen seien. Somit sei Kleinwalbur "ganz klar in einer Vorreiterrolle."
Allerdings sorgte dieser Trend für kurzfristige Probleme bei Kreisbrandmeister Manfred Brückner, der für die Verteilung der Feuerwehr-Uniformen zuständig ist: "Während früher häufiger Anzüge für stämmige Burschen gebraucht wurden, musste ich in letzter Zeit häufig kleinere Kleidergrößen bestellen." Stolz zeigte sich Brückner auch auf die aktive Wehr: "Wo andere jammern, packt Ihr an!"
Für den Einsatz der Feuerwehrkameraden bedankte sich zudem Bürgermeister Höfer im Namen der Gemeinde: "Ihr riskiert Eure Gesundheit, um anderen zu helfen."
Fabian Renner wurde für zehn Jahre Mitgliedschaft in der aktiven Wehr mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Gemäß dem bayerischen Feuerwehrgesetz wurde Hubertus Klett nach 47 Dienstjahren ehrenhaft entlassen - er überschreitet mit 63 Jahren die Altersgrenze.
Die herausragende Stellung der Feuerwehr im Dorfleben in Kleinwalbur verdeutlichte Vergnügungswartin Susanne Bartelmann in ihrem Bericht: "Neben unserem Gemeinschaftshaus, das jeden zweiten Freitag geöffnet ist, haben wir auch im letzten Jahr wieder einiges zusammen unternommen."


Bald großes Jubiläum

Vorsitzender Manuel Sollmann freute sich bereits auf Zukünftiges: "Am 26. Juni wird Kleinwalbur 700 Jahre alt - spätestens dann wird wieder gefeiert!" Denn in Kleinwalbur sei die Feuerwehr sowohl Hilfsorganisation als auch aktiver Mitgestalter des Dorflebens. chd