von unserem Mitarbeiter Dieter Gropp

Höchstadt — In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und befreundeter Feuerwehren wurde am Sonntagabend der neue Gerätehaus-Anbau der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Höchstadt offiziell übergeben. Aus der Hand des Bürgermeisters Gerald Brehm (JL) nahm Feuerwehrkommandant Wolfgang Glotz symbolisch den Schlüssel für die neue Fahrzeughalle entgegen.
Der Baubeginn für das Gerätehaus erfolgte im April 2014, nachdem die bereits im August 2007 begonnene Bauplanung abgeschlossen war. Im Dezember 2012 hatte der Stadtrat den Bau beschlossen. Die Gesamtkosten für diesen modernen Anbau belaufen sich auf 1,05 Millionen Euro. In die Planung wurde der Sachverstand der Feuerwehrleute aktiv einbezogen, und auch die gesamte Bauphase wurde von der Leitung der Feuerwehr fachkundig begleitet.


Manchmal ein Familienbetrieb

Während der Veranstaltung würdigten Landrat Alexander Tritthart (CSU) und Bürgermeister Brehm die Bedeutung des neuen Bauwerkes für den noch schnelleren und technisch vollkommeneren Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr. Große Anerkennung erhielten die Feuerwehrleute, die sich uneigennützig und mit hoher Einsatzbereitschaft ehrenamtlich für die Sicherheit der Bürger der Stadt einsetzen, durch die Redner. Ganze Familien seien in Höchstadt mittlerweile bei der Freiwilligen Feuerwehr, sowohl im aktiven Dienst wie auch in der Jugendfeuerwehr oder im Verein der FFW.
Die Vereinstätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr suche ihresgleichen. Oft feiere der eine Teil der Feuerwehr, während der andere im Einsatz sei. Davon konnten sich die Teilnehmer der Veranstaltung konkret überzeugen: Während des Grußwortes des Architekten Gerald Reinhardt wurde die Veranstaltung jäh durch das Schrillen der Alarmsirene unterbrochen, und die diensthabenden Feuerwehrler eilten zu ihren Fahrzeugen. Im nächsten Moment rollten diese mit Blaulicht und Martinshorn vom Hof. Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A 3 erforderte den schnellen Einsatz.


107 Aktive

Der Freiwilligen Feuerwehr gehören mittlerweile 107 Aktive an, darunter 19 Frauen und 88 Männer, hinzu kommen 15 Jugendliche. Neben den vielen Stunden des aktiven Einsatzes bewältigen die Feuerwehrleute Ausbildungs-Stunden, Übungseinsätze und Lehrgänge in den verschiedensten Bereichen wie Maschinist, Atemschutz, Sanitätsdienst und Chemie-Einsatz. Einige von ihnen wurden während der Veranstaltung für ihre langjährige Tätigkeit ausgezeichnet (siehe Infobox).
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Weihe der neuen Halle. Dekan Kilian Kemmer und Pfarrer Friedrich Schäfer brachten emotional das zum Ausdruck, was viele der Gäste im Raum empfanden: All das, was die Feuerwehrleute insgesamt leisten, bleibe den meisten von uns verborgen. Schwerste Unfälle, Verkehrstote und ähnliche schreckliche Bilder müssten die Feuerwehrleute verarbeiten. Die Bürger nähmen nur die Einsätze wahr, die unzähligen Stunden der Vorbereitung und Ausbildung aber blieben unsichtbar für uns.


Gott zur Ehr'

Die Arbeit, die die Feuerwehr leiste, habe sehr viel mit Gott zu tun, resümierten die Geistlichen. Es gehe um Verlässlichkeit und darum, dass wir einander helfen. Den Beitrag, den die Feuerwehr dabei leistet, könnte man nicht hoch genug wertschätzen.
Die Eingangstür zur neuen Fahrzeughalle zieren nunmehr ein Kreuz und ein kleines Täfelchen mit dem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."