Ebern — Erstmals seit vier Jahren hat die freiwillige Feuerwehr Ebern wieder eine Leistungsprüfung in Technischer Hilfeleistung abgehalten. Eigentlich war die schon vor zwei Jahren angesetzt gewesen. Doch dann kam ein realer Einsatz dazwischen, berichtete Kreisbrandinspektor Thomas Habermann, der damals und auch jetzt wieder Schiedsrichter war.
Die Schiedsrichter, drei an der Zahl, kontrollieren bei der Leistungsprüfung, ob der simulierte Einsatz korrekt abläuft, ob jeder weiß, wo welches Gerät im Fahrzeug untergebracht ist und wie es verwendet wird. Im Ernstfall geht es schließlich um Sekunden.
Beim simulierten Einsatzmussten zwei Gruppen nacheinander eine verletzte Person aus einem Fahrzeug befreien. Doch bevor es an die Rettung ging, musste jeder Teilnehmer seine Kenntnisse über das Feuerwehrfahrzeug beweisen. "Das ist wichtig, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und keine Sekunde verloren geht", erläuterten Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) und der Feuerwehrreferent des Stadtrats, Dieter Gerstenkorn (SPD).
Und wie schnell es gehen kann, dass aus dem Übungsfall ein Ernstfall wird, zeigte sich ebenfalls an der Leistungsprüfung. Diese war kaum vorüber, als der Alarm ging und die Feuerwehr zu einem vermeintlichen Dachstuhlbrand in den Itzgrund gerufen wurde. "Immerhin haben sie dieses Mal gewartet, bis die Leistungsprüfung zu Ende war", konnte KBI Thomas Habermann nach den eingangs geschilderten Erfahrungen vor zwei Jahren dennoch witzeln. kb