klaus schmitt

Am frühen Mittwochmorgen ist aus bislang ungeklärter Ursache in einem Nebengebäude eines Aussiedlerhofes in Hainert ein Feuer ausgebrochen. Mehrere Tiere verendeten dabei, wie Polizei und Integrierte Leitstelle Schweinfurt (ILS) übereinstimmend berichteten. Der Sachschaden ist beträchtlich. Zwei Personen wurden laut Leitstelle verletzt. Sie kamen in ein Krankenhaus.
Kurz vor 4 Uhr gingen den Polizeiangaben zufolge mehrere Mitteilungen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Integrierten Leitstelle zu dem Feuer im Knetzgauer Gemeindeteil Hainert ein. Die Rauchsäule soll bereits vom Autobahnzubringer und auch von der fünf Kilometer entfernten Gemeinde Theres aus zu sehen gewesen sein.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand eine Scheune bereits in Flammen. Mehrere Kälber, die sich in einem angrenzenden Unterstand befunden haben, kamen bei dem Brand ums Leben. Die Leitstelle in Schweinfurt spricht von mindestens zehn Tieren, die verendet sind. Ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Stallungen mit einer Vielzahl von Rindern und auf ein leer stehendes Wohnhaus konnten die 150 Einsatzkräfte der elf Feuerwehren verhindern.
Für die Bekämpfung der Flammen verbrauchten die Feuerwehren enorm viel Löschwasser. Deshalb musste, wie die Leitstelle in Schweinfurt beschrieb, mehrmals Löschwasser über die entsprechenden Fahrzeuge der Feuerwehr angefordert werden. Ferner mussten lange Schlauchleitungen zu dem rund 800 Meter außerhalb des Ortes liegenden Hof aufgebaut werden. Teile des Gebäudes stürzten ein. Weiterhin brannten mehrere hochwertige, landwirtschaftliche Maschinen, die in der Scheune abgestellt waren, vollständig aus. Der Sachschaden wird derzeit auf über 150 000 Euro geschätzt. Teilweise verbrannten auch etliche der 150 eingelagerten Strohballen.
Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Bisher gibt es noch keine Erkenntnisse zu der Frage, was das Feuer ausgelöst haben könnte.
Zur Brandbekämpfung waren elf Feuerwehren aus Eltmann, Haßfurt, Sand, Hainert, Eschenau, Ober- und Untertheres, Wonfurt, Westheim, Zeil und Knetzgau sowie das Technische Hilfswerk Haßfurt im Einsatz. Das Rote Kreuz hatte zwei Rettungswagen geschickt.