Kronach — In Kronach trafen sich die Mitglieder des Festungsnetzwerkes, das im Rahmen der europäischen "Forte Cultura" auch Franken als Kulturlandschaft vielfältiger Festungsmonumente kulturtouristisch nach vorne bringen möchte. Moderiert von Kerstin Löw, Betriebsleiterin des Kronacher Tourismus- und Veranstaltungsbetriebes, und Hartmut Röder von Eccofort (Berlin), widmete sich die Runde zunächst der Ausgestaltung von insgesamt fünf Touren durch Frankens Festungsstädte. Ab kommenden Jahr können Besucher dann beispielsweise unter dem Motto "Bastionen und Kanonen unter dem Heiligen Kreuz" oder "Kunstgenuss und Lebenslust" die unterschiedlichen Festungsmonumente Frankens neu entdecken.
Um eine professionelle Vermarktung der Touren auf den Weg zu bringen und das fränkische Festungsnetzwerk ganz allgemein auf dem kulturtouristischen Markt zu etablieren, entstehen unter dem Titel "Festungsbaukunst Frankens. Magische Momente voller Kunst, Geschichte und Events" derzeit auch eine Imagebroschüre und ein Werbeflyer sowohl in deutscher als auch englischer Sprache.

Blick nach Europa

Parallel zu dem Ziel, innerhalb Frankens enger zusammenzuarbeiten, reicht der Blick aber auch hinaus nach Europa. Von Anfang an war es Ziel des vom Zentraleuropäischen Programm geförderten Projektes "Forte Cultura", Festungen in ganz Europa zusammenzubringen, diese zu vermarkten und einen Wissenstransfer in Gang zu setzen, bei dem die Festungsmonumente von einander lernen und profitieren können, vor allem hinsichtlich der effizienteren Nutzung der oft kostenintensiven Anlagen.
Weiterhin werden eine informative Internetplattform zu den europäischen Festungsmonumenten sowie ein Reiseführer in Buchgestalt erstellt.
Um künftig eine dauerhafte und nutzbringende Zusammenarbeit der Fränkischen Festungsmonumente zu ermöglichen, diskutierten die Teilnehmer eine Kooperationsvereinbarung, die sich sowohl an die klassischen Festungen wie Kulmbach, Coburg, Marienberg, Weißenburg, Forchheim und Lichtenau richtet, aber auch Sonderformen wie das befestigte Schloss Aschaffenburg und die Fränkischen Kirchenburgen anspricht. red