Mesner Gerhard Wirkner beflaggte den Kirchplatz wie immer. Das Fahnenmeer wies auch heuer auf den besonderen Anlass der Erstkommunionfeier hin.

Der Einzug der elf Kinder am ersten Nachholtermin für die diesjährigen Erstkommunikanten verlief ohne die sonst übliche Blasmusik. Auf direktem Weg zogen die Kinder vom Pfarrheim zur Stadtpfarrkirche, ohne wie sonst üblich die Kirche zu umrunden. Als dann die Weise Orgel in St. Georg, gespielt von Henning Schwarz, machtvoll ertönte, lief es wohl den meisten eiskalt den Rücken hinunter. Den Kindern, die mit ihren Familien unter den Corona Auflagen den Tag der ersten heiligen Kommunion herbeigesehnt hatten, war die Freude durch ihre Masken hindurch deutlich anzusehen.

Anmeldung war nötig

Mitglieder des Pfarrgemeinderates wiesen den Gästen der Kinder und deren Eltern in einer spürbar herzlichen Willkommenskultur ihre, nach namentlich erfolgter Anmeldung reservierten Plätze zu. Die Logistik eines so wichtigen Tages war von Pastoralreferentin Monika Urbasik und der Büroleiterin im Höchstadter Pfarrhaus, Silvia Lohmann professionell vorbereitet worden.

Stadtpfarrer Kilian Kemmer erinnerte die Kinder im Festgottesdienst daran, dass Jesus alle Wege begleitet, ob in einer Pandemie-Krise oder in guten Zeiten. Die Eltern bat Kemmer, nicht zu vergessen, dass es ihr eigener Wille war, den Lebensweg der Kinder bei der Taufe mit Jesus zu verbinden. "Es bleibt notwendig, mit Jesus weiterzugehen, damit die Kinder in guten wie in schweren Zeiten wissen, dass sie niemals allein, weder im Leben, noch im Sterben sein werden." Krisenzeiten bieten nach Kilian Kemmers Worten die Chance, sich wie bei der Erstkommunionfeier die Frage zu stellen: Brauchen wir, was wir haben und haben wir, was wir brauchen? Auf das Wesentliche kommt es an. Dazu gehört für Kemmer der christliche Glaube. Die Feier der Erstkommunion in St. Georg schien dies am Sonntag zu belegen.

Dankbarkeit für das Wesentliche

Der langanhaltende Applaus für die Kinder und für die Verantwortlichen des Festablaufes drückte am Ende eine Dankbarkeit für das Wesentliche aus. Die Pfarrei wird auch an den kommenden drei Julisonntagen in vier weiteren Erstkommunionfeiern den restlichen Kindern dieses Kommunionjahrganges einen Festtag vorbereiten, der die Corona Auflagen achtet und zugleich das Wesentliche in den Blick nimmt. LM