Kennen Sie Gevekona? Nein, das ist kein malerischer Ort am Comer See. Vielmehr handelt es sich um die Abkürzung für "Gespannclub vegetarisch kochender Nachtwächter". Toller Verein, oder? Die Geschichte beginnt bei der Kathi-Bräu in Heckenhof.
Dort saßen vor nicht allzu langer Zeit zwei ältere Herren aus Forchheim und Weilersbach zusammen und sinnierten. Nicht über die schmackhaftesten Gerichte ohne Fleisch, sondern über den vielen Unsinn, der im Internet verbreitet wird. "Aber wer glaubt das denn alles?", fragte der eine, ein entschiedener Online-Gegner. "Viele", erklärte der andere und stellte eine Behauptung auf: Über Nacht lasse sich eine ordentliche Website mit lauter "Gschmarri" erstellen, das in geraumer Zeit von anderen Medien für bare Münze genommen wird. Schnell wurde eine Wette um einen Kaffee bei der Kathi daraus.
So entstand die Seite www.gevekona.de über den dreist erfundenen Club mit Bildern von Gespannen nicht existierender Mitglieder und mit den angeblich besten vegetarischen Rezepten der Jahre 2006 bis 2014. Abenteuerlich kommt die Vereinshistorie daher: Gevekona habe sich nach einem Grillfest gegründet, "bei dem das Spanferkel flüchtete und dafür zwei Motorräder und der angrenzende Wald in Flammen aufgingen." Ein Link zu dieser Seite wurde an diverse Medien geschickt.
Und siehe da: Der Fachzeitschrift "Motorrad-Gespanne" war das tatsächlich einen Beitrag mit Foto wert. In dem Magazin ist auch zu lesen, dass für eine Mitgliedschaft die glaubhafte Versicherung genüge, "des Öfteren von Verwandten oder Kollegen als Nachtwächter tituliert zu werden".
Sehen Sie, Sie wollen lieber nicht Mitglied bei Gevekona werden. Selbst wenn es die Gruppe wirklich gäbe.