Der Einsatz der in der Gemeinde lebenden Menschen verdiene höchste Anerkennung, sagte Bürgermeister Bernd Höfer (CSU) in seiner Ansprache zum Ehrungsabend. Den im Stillen arbeitenden Menschen gehe es um Solidarität und Zusammenhalt. Bürgermeister Höfer zitierte Helmut Kohl ("Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben, wäre unser Gemeinwesen nicht denkbar.") und fügte hinzu: "Ihr seid uns wichtig."
Die Auszeichnung galt als Erstem Kurt Zetzmann aus Großwalbur. Er hat nahezu fünf Jahre lang die Grünanlagen um das Ehrenmal sowie den Friedhof in seinem Dorf gepflegt und damit den Bauhof entlastet.
Sich für die Kleinsten in der Gemeinde einzusetzen, war die ehrenamtliche Tätigkeit von Helga Karl. Sie war zehn Jahre lang als Schulweghelferin tätig. Bei Wind und Wetter wartete sie zusammen mit den Neidaer Kindern auf den Schulbus. Auch ihr Mann setzte sich für die Belange seines Dorfes ein. 33 Jahre übte er unterschiedliche Arbeiten aus, unter anderem als Feldgeschworener und beim Grabenfegen. Das Ehepaar Karl beendet zum Jahresende seine Tätigkeit. Mit einer Dankurkunde und einer Armbanduhr, die das Emblem der Gemeinde Meeder enthält, wurden die Geehrten ausgezeichnet.
Dass das Ehrenamt viele Gesichter hat, zeigte die Ehrung des Bürgervereins Großwalbur und die mitwirkende "Elterninitiative für einen neuen Spielplatz". Der Bürgerverein wurde 1985 gegründet und setzt sich seit dieser Zeit für Nöte und Belange seiner Mitglieder ein. Bereits in den 1980er Jahren war das große Thema die Finanzierung der Kläranlage und später der Ausbau der Breitbandversorgung, der mit Eigenmitteln durchgeführt wurde. Ein Urnenfeld entstand mit vielen Unterstützern und schließlich setzt man sich für die "Elterninitiative für einen attraktiven Spielplatz" ein. Die anwesenden drei Mitglieder mit Sprecher Timo Kräußlich, Sabrina Koch und Sabine Dorscht zeigten anhand einer Diashow die Entstehung und geleistete Arbeit für die Neugestaltung des Spielplatzes. Die Kosten beliefen sich auf rund 45 000 Euro, wovon rund 28 000 Euro als Eigenleistung erbracht wurden. Eine Urkunde erhielt Gunther Tiroch vom Bürgerverein, der die Planung des Spielplatzes auf dem Papier umgesetzt hat. Gutscheine händigte Höfer an die Mitglieder der Elterninitiative aus.
Bekannt gemacht habe sich nicht nur im Landkreis, sondern oberfrankenweit die Landjugend Meeder, sagte Höfer. Die Landjugend pflege das Kulturgut mit Auftritten in Tracht, mit Laienspielen und mit dem Zeltfasching. Darüber hinaus sei die 72-Stunden-Aktion zum Gemeinwohl der Gemeinde bekannt. Benjamin Otto ergänzte diese Aufzählung, indem er von weiteren Aktionen in Beuerfeld und Moggenbrunn berichtete. Eine neue Aktion, so Otto, werde bis Ende November vorgestellt. Der Dank der Gemeinde ging an Vorsitzenden Benjamin Otto und die Vorstandsmitglieder. Auch die Landjugend erhielt Urkunde und Gutscheine.
Als Höhepunkt des Ehrungsabends war der Besuch von Felix Streng aus Herbartsdorf anzusehen. Seine sportlichen Erfolge bei den paralympischen Spielen in Rio de Janeiro wurden allgemein bewundert. Drei Medaillen erkämpft zu haben, löste in der Heimat einen wahren Begeisterungssturm aus. Zwei Bronzemedaillen und eine Goldmedaille waren die herausragenden Erfolge seiner bisherigen Laufbahn. Seine Medaillen hatte Felix Streng mitgebracht, jeder durfte sie mal anfassen. Felix Streng bedankte sich für die Ehrung durch die Gemeinde und seinen Heimatort Herbartsdorf sowie die Anerkennung des gesamten Landkreises. Als Andenken erhielt er eine Urkunde und eine Uhr. Darüber hinaus verewigte er sich im Goldenen Buch der Gemeinde. Karin Günther