Ein besonderer Anlass in der Heroldsbacher Gemeinderatssitzung waren die Verabschiedung altgedienter und die Vereidigung neuer Feldgeschworener. In Bayern sind sie als Feldgeschworene, Siebener, Märker, Feldscheider bekannt - das älteste kommunale Ehrenamt trägt verschiedenste Bezeichnungen. Feldgeschworene markieren Grenzlinien und sorgen bei Nachbarschaftsstreitigkeiten für Klarheit.
Sie haben hauptsächlich drei wichtige Pflichten: Die Arbeiten sind unparteiisch und gewissenhaft auszuführen, sie haben das sogenannte Siebenergeheimnis (die geheimen Zeichen und Markierungen, meist besonders geformte und beschriftete Zeichen aus dauerhaftem Material) zu bewahren sowie die Grenzzeichen zu erhalten.
Wer einmal das Ehrenamt des Feldgeschworenen übernommen hat und entsprechend des Abmarkungsgesetzes vereidigt wurde, ist auf Lebenszeit dieser Arbeit verpflichtet.