Durch das große Medienecho ist Feinstaub aktuell nicht nur in aller Munde - vor allem sind die Partikelchen "in aller Lunge", und das jeden Tag. Das klingt dramatisch, doch ist nicht alles, was es über den Feinstaub zu lesen gibt, tatsächlich die ganze Wahrheit, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität Erlangen-Nürnberg.

In seiner Bürgervorlesung am heutigen Montag gibt Florian Fuchs, Leiter des Schwerpunktes Pneumologie der Medizinischen Klinik 1 - Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie des Uniklinikums, einen Überblick zu Fakten und Mythen rund um die gesundheitlichen Folgen der Staubteilchen. Der Eintritt ist frei. Feinstaub wird in der Regel gleichgesetzt mit Umweltverschmutzung, zum Beispiel in Form von Diesel- und Benzinverbrennung, Abrieb an Reifen und Straßenbelag, Industrieabgasen und Luftverkehr. Dabei handelt es sich um eine unausgewogene Betrachtung, heißt es in der Einladung zur Bürgervorlesung: Feinstaub habe viel mehr Quellen, und der Begriff "Feinstaub" sei nur ein Sammelbegriff.

Es gibt viele Vermutungen

Große Sorge gibt es vor allem um die Gesundheit, denn die federleichten und ultrafeinen Staubpartikel gelangen aufgrund ihrer Größe bis in die kleinsten Verästelungen der Lunge. "Größere Teilchen werden zuvor schon in der Nase oder in den Bronchien aus der Atemluft gefiltert, Feinstaubpartikel sind aber so klein, dass sie bis in die Lungenbläschen vordringen können", erklärt Fuchs. Feinstaub wird als maßgebliche Ursache für die Zunahme von Atemwegserkrankungen beschuldigt. Fuchs gibt zu bedenken: "Hier ist eine differenzierte Betrachtung erforderlich - was ist bewiesen und was wird vermutet?"

In seiner Bürgervorlesung wird Florian Fuchs wissenschaftlich belegte Tatsachen zum Thema Feinstaub präsentieren und mit so manchem Irrglauben aufräumen. Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Rudolf-Wöhrl-Hörsaal, Östliche Stadtmauerstraße 11, in Erlangen. Im Anschluss sind die Zuhörer eingeladen, Fragen zu stellen. red