Zum Artikel "Klage nach neun Jahren abgelehnt" vom 17. Januar ging uns folgende Meinungsäußerung zu:

Nun also ist das letzte Hindernis auf dem Weg zur Zerschneidung des wunderschönen Kelbachgrunds beseitigt: Das Gericht hat gesprochen und die Planungen gutgeheißen. So weit, so gut? Mitnichten! Es ist eine Sache, ob ein Verfahren inklusive der Planungs- und Abwägungsschritte korrekt betrieben wurde. Das hat die Justiz nun bestätigt. Eine andere Sache ist der falsche Planungsansatz, den zu ändern ja auch nicht Aufgabe des Gerichts, sondern der Verantwortlichen vor Ort, in Sonderheit der Gemeinde Ebensfeld, gewesen wäre. So sehr die verantwortlichen Kommunalpolitiker nun über den Ausgang des Verfahrens erleichtert sein mögen, eins ist gewiss: Besser wird dadurch gar nichts. Vielmehr wird mit einem unverhältnismäßigen Eingriff nur ein kleiner Teil der Verkehrsprobleme der Gemeinde Ebensfeld gelöst, die unbestritten notwendige Anbindung des Kelbachgrundes an die A 73. Wie aber soll es weitergehen? Der Durchgangsverkehr in Ebensfelds Hauptstraße wird dadurch kaum entlastet. Das nördliche Neubau- und Gewerbegebiet erzeugt inzwischen schon so viel Verkehr, dass eine direkte Anbindung an die A 73 über die bisherige Staatsstraße mindestens zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen hätte. Warum verweigert man sich dieser auf der Hand liegenden Alternative? Kein Geringerer als der Schöpfer des Frankenlieds, Viktor von Scheffel, hat einmal treffend gesagt: "Zwischen Entweder und Oder führt manches Sträßlein." Übertragen auf unsere Situation könnte das heißen: Ein Planfeststellungsbeschluss sollte kein Grund zur Negierung der besseren Lösung sein! Vor allem dann, wenn das planfestgestellte und gerichtlich bestätigte "Sträßlein" nicht in der Lage ist, notwendige und absehbare Bedürfnisse der ganzen Gemeinde zu erfüllen. Der Preis dafür ist in mehrfacher Hinsicht viel zu hoch!

Barney Craven/ Martin Brandl
96250 Ebensfeld
auch im Namen von
Josephine und Thomas Tadewaldt,
Klaus Kühnert,
Yvonne und Markus Gast,
Michaela und Stephan Medem,
Heike und Jörg Kämmerer,
Ingrid und Manfred Pfister,
Andreas und Sandra Gross