Die beiden FDP-Stadträte Hans-Heinrich Eidt und Michael Zimmermann haben im Mai nicht nur den vierstreifigen Ausbau der B4 abgelehnt. Sie haben auch ein Alternativkonzept vorgelegt: Ein dreistreifiger Ausbau des 1,3 Kilometer langen Teilstücks der B4 zwischen Frankenbrücke und Südzufahrt solle geprüft werden. Und: Die Stadt solle mit dem Bundesverkehrsministerium abklären, ob der Bund auch einen kleineren Ausbau finanzieren würde. Denn der vierstreifige Ausbau ist unter "vordringlicher Bedarf" im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen. Der FDP-Vorschlag ist noch in Bearbeitung, wie Oberbürgermeister Dominik Sauerteig in der Februar-Sitzung des Stadtrats durchblicken ließ.

Nun legen die FDP-Stadträte nach: "Wurde eine Möglichkeit in Betracht gezogen, das Ausbauprojekt Weichengereuth vom reinen Straßenbaubedarf in ein Kombinationsprojekt Schiene+Straße umzuwidmen?" Michael Zimmermann verweist hier auf den aktuellen Gutachter-Entwurf zum Deutschlandtakt im Schienenverkehr. Dort heißt es, dass ein "mehrgleisiger Ausbau im Bereich Coburg" nötig sei, um die Zugverbindungen im Deutschlandtakt umsetzen zu können. "Bisher war der Ausbau des Weichengereuths vornehmlich ein Straßenprojekt, in dessen Zuge eine Zweigleisigkeit hergestellt werden sollte", schreibt Zimmermann, mit dem Schienenausbau als Nebensache. Daraus sollte ein Kombinationsprojekt Straße-Schiene werden, sagt Zimmermann: Dann könnte das Projekt wegen der Leistungssteigerung auf der Schiene in den "vordringlichen Bedarf" beim Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Denn für den Deutschlandtakt müsste der Bundesverkehrswegeplan ohnehin angepasst werden. sb