von unserem Mitarbeiter  Alfons Beuerlein

Sand — Drei Spieltage vor Saisonende hat der FC Sand fünf Zähler Rückstand auf den Tabellenführer DJK Bamberg. Die Meisterschaft der Fußball-Landesliga Nordwest dürfte damit für die Sander nicht mehr zu erreichen sein. Der Vorsprung vor dem Drittplatzierten TSV Abtswind beträgt jedoch satte sieben Punkte. Mit einem Heimsieg über den TSV Karlburg am Samstag (15 Uhr) könnte die Eigner-Truppe die Relegationsteilnahme zur Bayernliga Nord perfekt machen.
Durch die 1:3-Niederlage bei der TG Höchberg ist die Hoffnung des FC Sand auf ein Minimum gesunken, der DJK Bamberg den Meistertitel noch streitig machen zu können. Die "Schwarz-Weißen" konzentrieren sich nun darauf, den Relegationsplatz unter Dach und Fach zu bringen. Um sich auf keine weiteren Gedankenspiele einzulassen, will die Eigner-Truppe das heutige Heimspiel gegen den TSV Karlburg gewinnen, dann wäre in dieser Beziehung alles klar.
Bis es so weit ist, will die Mannschaft des FC Sand aber nochmals die Hemdsärmel hochkrempeln, denn der TSV Karlburg (8. Platz / 41 Punkte) wird die Punkte nicht freiwillig abliefern. Die Gäste nehmen einen Platz im gesicherten Tabellenmittelfeld ein und können ohne jede Belastung aufspielen. Dem TSV Abtswind unterlagen sie nur mit 0:2 und der DJK Bamberg gar nur mit 0:1. Allein diese beiden Ergebnisse zeigen, was den FC Sand erwartet.

Starke Partie in der Vorrunde

Fünf Mal standen sich der FC Sand und der TSV Karlburg bisher in der Landesliga gegenüber. Dreimal ging Sand als Sieger vom Platz. Zuletzt gewann die Eigner-Truppe in Karlburg dank einer starken zweiten Halbzeit deutlich mit 5:2. Genau so eine Leistung benötigen die Sander, wenn sie auch diesmal die Oberhand behalten wollen.
An Motivation dürfte es den Hausherren nicht fehlen. Die Aussicht, den zweiten Tabellenplatz klarzumachen und damit auf eine sehr gut verlaufene Saison zunächst einmal den Deckel drauf zu machen, müsste den Spielern Flügel verleihen. In den nächsten Wochen könnten sie sich dann für die Relegationsrunde zur Bayernliga einspielen. Diese wird in zwei Qualifikationsrunden mit Hin- und Rückspielen im Europacup-Modus ausgetragen. Gegner in der ersten Runde könnten der TSV Neudrossenfeld, der FSV Erlangen-Bruck, die DJK Ammerthal oder die SpVgg Ansbach sein.
Ganz so weit denkt der Sander Trainer Bernd Eigner noch nicht voraus. Für ihn gilt nach wie vor, dass sein Team zunächst seine Pflichtaufgaben erfolgreich hinter sich bringen muss. Er hält fest: "Wir haben eine gute Ausgangsposition, aber wir haben noch nichts in trockenen Tüchern. Um nicht noch alles aufs Spiel zu setzen, müssen wir mehr tun als bei unserer Niederlage in Höchberg. Wir müssen unsere ganze Kraft und unser Können investieren, damit die drei Punkte gegen Karlburg im Seestadion bleiben."

Der Kader ist gut besetzt

Auch wenn sich nach der langen Saison der eine oder andere Spieler mit Wehwehchen herumplagt, so kann Bernd Eigner wahrscheinlich aus dem Vollen schöpfen. Wie er seine Mannschaft gegen die kämpferisch und läuferisch starken, aber wahrscheinlich tief stehenden Karlburger einstellen will, verrät dieser Satz: "Wir müssen voll konzentriert in das Spiel gehen und dürfen den Gästen keine Gelegenheiten zu ihren Tempogegenstößen geben. Selbst müssen wir Druck auf den Gegner ausüben und ihn zu Fehlern zwingen. Dann bekommen wir auch die Torchancen, die wir zum Sieg nutzen müssen."
FC Sand: Biemer, Schanz - Finnemann, Gundelsheimer, Götz, Karmann, Leim, F. Pickel, J. Pickel, Ribeiro, Rinbergas, Rippstein, D. Schlereth, Th. Schlereth, Schmitt, Wasser, Wieczorek, Wirth