von unserem Mitarbeiter Alfons Beuerlein

Sand — "Hof - in Bayern ganz oben", heißt es in einem Werbespruch der Stadt Hof. Nicht ganz oben, aber in der Fußball-Bayernliga Nord ganz dick oben mit dabei ist die SpVgg Bayern Hof, die am heutigen Samstag Gastgeber für den FC Sand ist.
Dass die aufstiegsorientierte Mannschaft aus der rund 45 000 Einwohner zählenden Stadt andere Voraussetzungen hat als der unterfränkische Dorfverein FC Sand, liegt auf der Hand. Trotzdem will die Sander Mannschaft alles versuchen.
Vor einer Woche, gegen den Tabellenzweiten TSV Großbardorf, war für den FC Sand trotz aller Bemühungen nichts zu holen. Auch beim Tabellendritten SpVgg Bayern Hof ist die Eigner-Truppe krasser Außenseiter. Jeder Kenner der Materie erwartet eine Niederlage der Sander. Gelingt den "Schwarz-Weißen" jedoch eine Punkteteilung, wäre das schon eine Sensation.
Die 0:3-Heimniederlage gegen den TSV Großbardorf hat Trainer Bernd Eigner mit seinen Jungs eingehend analysiert. Die Mannschaft der SpVgg Bayern Hof (3. Platz / 36 Punkte) ist um keinen Deut schwächer als Großbardorf. Als Beleg dafür sollte der 2:0-Sieg der Hofer Bayern vor zwei Wochen in Großbardorf genügen.
In Hof treffen die Sander auf eine heimstarke Mannschaft, die auf eigenem Platz bisher erst zweimal bezwungen wurde. Dies schaffte der TSV Aubstadt im Saisonauftaktspiel mit 2:1 und am neunten Spieltag der SV Seligenporten mit 4:3. Der SV Haibach holte ein 3:3-Unentschieden. Im ersten Rückrundenspiel am vergangenen Wochenende in Aubstadt gaben die Hofer durch den 1:1-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit noch zwei Punkte ab. Dies wird die "kleinen Bayern" aus Hof wurmen. Auf dem großen Platz in ihrem Heimstadion "Grüne Au" wollen sie entsprechend auftreten.


"Nichts zu verlieren"

"Wir wollen versuchen, so gut es geht an die Sache heranzugehen. Zu verlieren haben wir in Hof nichts", sagt Eigner. Er hofft, dass seine Mannschaft auch ohne den am Knie verletzten Innenverteidiger Dominik Leim stabil in der Abwehr steht.
Ausfallen bei Sand werden auch der erkrankte Pascal Stahl und weiterhin Sven Tropper. Dafür dürfte Florian Gundelsheimer ebenso wie Daniel Krüger, Dominik Schmitt und Lucas Wirth wieder den Spielerkader angehören.
Kapitän Daniel Rinbergas, der gegen Großbardorf bereits einen Kurzeinsatz hatte, ist ebenfalls dabei, was als positives Signal für die Mannschaft zu werten ist. Nach über halbjähriger Verletzungspause (Kreuzbandriss) wolle er allerdings nicht gleich zu viel erwarten. "Wir werden ihn langsam aufbauen, damit er nach der Winterpause wieder topfit ist", sagt Eigner. "Von vorne herein geben wir das Spiel bei der SpVgg Bayern Hof auf gar keinen Fall verloren. Wir sind in einem Leistungsbereich, wo uns mit etwas Glück auch eine Überraschung gelingen kann", erklärt der Sander Trainer. Er hofft, in der Rückrunde mit seiner Mannschaft besser abzuschneiden als zu Saisonbeginn. "Schlechter geht es ja gar nicht", weiß Eigner, der in den vier noch ausstehenden Partien des Jahres noch einige Punkte verbuchen möchte. Die Hofer hält er für die körperlich stärkste Mannschaft der Spielklasse, die einen kampfbetonten und robusten Fußball spielt. "Es wird viel davon abhängen, dass unsere Defensive sicher steht. Aber wir werden uns auch nicht verstecken. Wir wollen uns zeigen und versuchen, Fußball zu spielen. Gelingt uns, was wir uns vorgenommen haben, dann ist für uns vielleicht doch etwas zu holen", sagt Eigner.
FC Sand: Biemer, Mai - Gundelsheimer, Götz, Gonnert, Krüger, F. Pickel, J. Pickel, Ribeiro, Rinbergas, Rippstein, D. Schlereth, Th. Schlereth, A. Schmitt, D. Schmitt, Schnitzer, Wieczorek, Wirth