"Halbzeit" in der Fußball-Bayernliga Nord: Zum Vorrunden-Ausklang erwartet der FC Sand am Samstag (15 Uhr) den Aufsteiger SpVgg Ansbach. Der Gast aus Mittelfranken liegt nur vier Zähler hinter dem FC Sand zurück und wird den Hausherren alles abverlangen. Doch die bauen auf ihre Erfolgsserie im Seestadion.
Mit der von Trainer Uwe Ernst schon vor Wochen ausgegebenen Vorgabe, auswärts einen Punkt und daheim gewinnen, geht der FC Sand (8. Platz/23 Punkte) in die Partie gegen die SpVgg Ansbach (12. / 19). Co-Trainer Stefan Nöth-ling, der in dieser Woche das Training leitete, macht klar: "Daheim dürfen wir nichts anbrennen lassen. Jeder Spieler von uns muss erneut an seine Leistungsgrenze gehen und mehr als hundertprozentigen Einsatz bringen. Wenn wir an unsere zuletzt gezeigten Stärken anknüpfen, haben wir eine gute Chance, auch unser letztes Heimspiel der Vorrunde zu gewinnen."
Mit dem bisherigen Saisonverlauf kann der FC Sand zufrieden sein. 23 Zähler hat er auf dem Konto, was für eine ordentliche Leistung spricht. Grund zur Euphorie besteht jedoch nicht. Der Abstand nach hinten zu den Relegationsplätzen beträgt gerade mal vier Zähler. Nöthling hebt deshalb auch warnend den Zeigefinger: "Wir dürfen uns nichts vormachen. Alle hinter uns liegenden Mannschaften haben zuletzt ebenfalls gepunktet. Um den geringen Abstand nach hinten zu halten, müssen gegen die SpVgg Ansbach drei Punkte her. Ich gehe davon aus, dass wir das auch schaffen."
Wie hart in der Bayernliga um jeden Punkt gerungen wird, zeigen die Trainerwechsel in dieser Woche. Bei der SpVgg SV Weiden hat Tomas Galasek das Handtuch geschmissen, beim SV Haibach wurde Klaus Hildenbeutel geschasst. Beide Vereine liegen derzeit mit vier beziehungsweise zwölf Punkten hinter dem Sandern zurück.


Heimstärke untermauern

In der bisherigen Spielrunde wurde der FC Sand im Seestadion, lässt man die Niederlage gegen die Würzburger Kickers II außer Acht, da er die Punkte am "grünen Tisch" gut geschrieben bekam, nur noch vom Würzburger FV (0:1) bezwungen und gab lediglich beim 0:0 gegen Weiden noch einen Zähler ab. Mit 19 Punkten belegt der FC Sand in der Heimtabelle den dritten Rang. "Diesen Heimnimbus wollen und dürfen wir uns auf keinen Fall zerstören lassen", fordert der Co-Trainer.
Gegen die SpVgg Ansbach, die als Meister der Landesliga Nordwest sofort wieder in die Bayernliga zurückkehrte, haben die Sander noch etwas gutzumachen. Von vier Punktspielen verloren die heutigen Gastgeber drei und erreichten nur ein Unentschieden. Grund genug für die FCler, den Spieß umzudrehen und selbst als Sieger vom Platz zu gehen. Auf die leichte Schulter nehmen will die Heimelf ihren Gegner jedoch nicht, denn schon acht Gästespieler haben sich in die Torschützenliste eingetragen. Der beste von ihnen, Patrick Kroiß, hat alleine schon sieben Mal getroffen.
Die Sander müssen neben Innenverteidiger Manuel Müller auch auf die weiterhin verletzten Tevin McCullough und Dominik Rippstein verzichten. Ein Fragezeichen gibt es auch beim erkrankten Dominik Schmitt. Sebastian Wagner sowie die übrigen Spieler sind jedoch an Bord.
Stefan Nöthling, der selbst Teil des FC-Teams ist, vertraut seinen Mannschaftskameraden: "Wir sind in allen Mannschafts-teilen gut besetzt. Nach dem verdienten 1:1-Unentschieden in Aschaffenburg wollen wir nun zu Hause gegen die SpVgg Ansbach gewinnen. Etwas anderes darf es für uns nicht geben."
FC Sand: Mai, Stober (?), Zehe - Fischer, Gonnert, Gundelsheimer, Karmann, Krüger, Leim, Nöthling, Ribeiro, D. Schlereth, Th. Schlereth, A. Schmitt, D. Schmitt (?), Steinmann, Wagner