Am 24. Spieltag der Fußball-Landesliga Nordwest stellte der FC Coburg durch einen verdienten 3:0-Heimsieg gegen den Tabellennachbarn SV Memmelsdorf die Weichen für ein voraussichtlich sorgenfreies Leben, was den weiteren Saisonverlauf betrifft.
Die Hausherren fanden nach einer kampfbetonten Anfangsphase schneller ihren Rhythmus und erarbeiteten sich durch beharrlichen Druck über die Außenbahnen Lücken für einen Doppelschlag, bei dem die Gäste in ihrer Viererkette unsortiert wirkten. Diese ließen nach dem Seitenwechsel nichts unversucht, um der interessanten Auseinandersetzung nach der Einwechslung von zusätzlichen Offensivkräften ihren Stempel aufzudrücken.
Doch die Gastgeber setzten dem die richtige Balance zwischen der nötigen Absicherung nach hinten und raumgreifenden Attacken in die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr entgegen. Als der Gast den Glauben an eine Wende verlor, haderten einige seiner Akteure mehr über den Entscheidungen des souveränen Schiedsrichters Dominik Noegel aus Kunreuth, als sich ernsthaft aufzubäumen.
Memmelsdorf stand anfangs tief, stellte durch Verschieben die Räume zu und schwärmte bei sich bietenden Freiräumen ziehharmonikaartig aus. FCC-Rackerer Andre Meyer verfehlte in der Anfangsphase sein Ziel mehrmals knapp. Auf der Gegenseite scheiterte die einzige Spitze Fabian Baumüller am sicheren FCC-Keeper Daniel Shabestari und ein fulminanter Aufsetzer von Manuel Schwarm strich am FC-Gehäuse vorbei.
"Fordert häufiger den Ball", schärfte FCC-Coach Christoph Böger seinen Schützlingen mehrmals ein. Das fruchtete. Nach einer Kombination über rechts tankte sich der agile Fabian Carl bis zur Grundlinie durch. Sein präzises Anspiel verwertete Sertan Sener (38.) ohne Mühe zum 1:0. Sener avancierte in der Folgezeit zum besten Mann auf dem Feld und zeichnete sich auch für die Vorentscheidung verantwortlich. Einen finalen Pass von Kapitän Eric Heinze (42.) hämmerte er ohne zu fackeln von der Strafraumgrenze zum 2:0 flach in die Maschen.
Nach dem Seitenwechsel versuchte der SVM das Ruder herumzureißen. Nach einem Freistoß traf Tobias Seifert aus 16 Metern den Pfosten, einen Schlenzer von Stanimir Bugar fischte Shabestari aus dem Winkel. Der gegnerische Elan verpuffte, weil Lukas Mosert und Carsten Hahn in der Innenverteidigung der Hausherren immer sicherer wurden.
Die Entscheidung auf der Gegenseite verpasste der steilgeschickte Calle Schiebel (65.), der Torhüter Christian Rupp im Eins gegen Eins-Duell nicht zu umkurven vermochte. Rupp verhinderte wenig später bei einem Volleygeschoss von Sener mit einem super Reflex weiteres Unheil. Als Memmelsdorf das Leder nicht aus der Gefahrenzone brachte, sorgte der glänzend aufgelegte Ideengeber Heinze (89.) mit einem Lupfer unter die Querlatte für den standesgemäßen 3:0-Endstand.


Trainerstimmen zum Spiel

Christoph Böger (FC Coburg): In der ersten halben Stunde fanden wir vor dem gegnerischen Tor bei unseren Chancen keine Abnehmer. Das 1:0, das Fabian Carl toll vorbereit hat, war der Dosenöffner. Dieser Erfolg war die richtige Antwort auf die kuriose Partie in Abtswind.
Rolf Vitzthum (SV Memmelsdorf): Wir haben uns heute selbst geschlagen. Beim 1:0 war unsere gesamte rechte Seite nicht im Bilde. Wenn das so weiter geht, kann es für uns noch eng werden.