Am heutigen Samstag um 14 Uhr bietet sich den FC Coburg (5./39 Punkte) die Chance, durch einen Dreierpack beim Schleuderplatzinhaber TSV Neustadt/Aisch (14./28 Punkte) den Klassenerhalt in der Landesliga Nordwest frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen.
Die Vestestädter, die zusammen mit dem Spitzenreiter SpVgg Ansbach die beste Heimbilanz aufweisen, wollen sich auch auswärts besser positionieren. Bislang stehen erst drei Siege in der Fremde zu Buche.
"Das 3:0 gegen Memmelsdorf war okay. Allein das Ergebnis zählte", so Coach Christoph Böger. Wichtig für ihn war, dass am Ende hinten die Null stand und sich die Defensivabteilung in anstrebender Form präsentierte.
Im Hinspiel gegen den heutigen Widersacher sahen die 450 Zuschauer im Dr.-Stocke-Stadion eine überaus spannende Auseinandersetzung, die 4:4 endete. Liga-Topscorer Daniel Sam erzielte dabei drei Treffer für den damaligen Tabellenzweiten gegen den Dritten. Bei den Aischstädtern erfolgte am Ende der Vorrunde ein totaler Umbruch. Trainer Uwe Neunsinger trat zurück. Viele Akteure verließen den Verein, zahlreiche neue vornehmlich aus der Bezirksliga wurden verpflichtet. Coburg trifft auf ein Team, das eine verschworene Gemeinschaft darstellt. Es geht hart, kompromisslos und aggressiv zu Werke. Da die Partie auf einem engen Sandplatz stattfindet, gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen. "Wir müssen uns auf Kick and Rush einstellen", sagt Böger voraus. Die Gastgeber, die in den Vorjahren in der Spitzengruppe standen, wollen unbedingt den Klassenerhalt schaffen.
Als Trumpfkarten haben die Coburger in der Offensive die Kopfballstärke von Andre Meyer und Sam, der nach einem Ende November erlittenen Muskelbündelrisses noch nicht bei 100 Prozent ist.
Coburg läuft mit nahezu unveränderter Formation auf. Nur Schichtarbeiter Schneider ist gesundheitlich angeschlagen ist. Leo Scheler und Daniel Kimmel befinden sich auf dem Sprung zurück in die Stammformation. Die Youngster Riedelbauch und Pfreundner stehen ebenfalls Gewehr bei Fuß.