"Unsere Heimstärke entpuppte sich in der vergangenen Saison als Trumpfkarte und das soll so bleiben", blickt Trainer Matthias Christl vom FC Coburg zuversichtlich auf die diesjährige Heimpremiere am heutigen Samstag um 17.30 Uhr gegen den TSV Kleinrinderfeld voraus.
Beide Kontrahenten gingen am 1. Spieltag leer aus. Die Unterfranken, die als Kandidat für das obere Tabellendrittel gelten, verloren zu Hause gegen den FC Eintracht Bamberg mit 0:2. Die Vestestädter unterlagen trotz einer ansprechenden Leistung beim kampfstarken Aufsteiger TuS Röllbach unglücklich mit 1:3. Beide Mannschaften befinden sich folglich bereits unter Druck.
"Das frühe verletzungsbedingte Ausscheiden unseres Goalgetters Daniel Sam, der sich eine Prellung und eine noch nicht genau diagnostizierte Bänderverletzung am Spann des rechten Fußes zuzog, hat uns weh getan", so Christl. Bekanntlich entpuppte sich der Topscorer der Liga in der zurückliegenden Serie als Lebensversicherung für den Klassenerhalt.
"Mit dem 1:1 zur Halbzeit waren wir eigentlich zufrieden, danach kontrollierten wir sogar das Geschehen, schafften es aber nicht, gegen den Widersacher, der sich auf seinem engen Platz hinten mit Mann und Maus einigelte, einen weiteren Treffer zu erzielen. Mehr als einen Lattenkracher von Lukas Mosert sprang nicht heraus", trauert der FCC-Coach den vergebenen Chancen nach. Der 1:2-Rückstand fiel auf kuriose Art und Weise. Der Röllbacher Schütze zog mit rechts ab, traf sein linkes Bein und von dort senkte sich der Ball via Bogenlampe in die Maschen. Ein Konter in der Nachspielzeit sorgte für das Aus.
An Kleinrinderfeld haben die Coburger keine gute Erinnerung. Im Heimspiel im Frühjahr dieses Jahres gingen sie mit 1:5 baden und wirkten dabei reichlich unsortiert. Trotzdem wertet Matthias Christl den damaligen Ausrutscher nicht als schlechtes Omen. "Ich rechne mit einem Duell auf Augenhöhe. Wir wollen offensiver als in Röllbach agieren und drei Punkte einfahren, müssen aber darauf achten, unser System sauber umzusetzen. Ich bin zuversichtlich, dass dies gelingt", meint er. Es gilt höchst wachsam zu sein, denn Kleinrinderfeld verfügt im Spielaufbau über Qualität. Eine Schlüsselfigur ist der frühere Coburger Defensivspezialist Simon Sommer, der in der Vorwärtsbewegung Passsicherheit und den Blick für sich auftuende Lücken besitzt. Bei den Hausherren wird es in der Startelf einige Veränderungen geben.
Verzichten muss der FCC neben Sam auf Lukas Riedelbauch wegen einer Oberschenkelblessur und Youngster Lukas Köhn, der zuletzt in der Anfangsformation stand. Er ist schulisch verhindert. Für ihn rückt mit Konstantin Müller ein weiterer A-Junior ins Aufgebot.
Der Spielbeginn um 17.30 Uhr resultiert daraus, dass vorher das Nachwuchsleistungszentrum des FC Coburg im Dr.-Stocke-Stadion seine Teams für die kommende Serie präsentiert.