Souveräne Vorstellung des FC Coburg im Relegationsrückspiel gegen den BSC Saas-Bayreuth: Die Schützlinge von Trainer Lars Scheler behielten nach dem klaren 4:0-Hinspielerfolg auch auf eigenem Geläuf ungefährdet mit 3:1 die Oberhand. Gegen die Bayreuther mussten die Vestekicker dabei zu keinem Zeitpunkt an ihre Leistungsgrenze gehen. Während Saas nun zum dritten Mal in Folge als Bezirksliga-Vizemeister in der Landesliga-Relegation gescheitert ist, hat der FCC gegen die SpVgg Selbitz (Hinspiel am Mittwoch um 18.30 Uhr in Coburg) die Chance, den Klassenerhalt im Nachsitzen unter Dach und Fach zu bringen. FC Coburg - BSC Saas Bayreuth 3:1 (2:0)

Coburg ließ von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen, dass es den 4:0-Vorsprung nicht mehr aus der Hand geben wollte. Eine erste Großchance blieb noch ungenutzt, als Mittelstürmer Tevin McCullough nach schöner Vorarbeit der "flinken Flügelzange" Adrian Guhling und Ricardo König aus acht Metern zu hoch zielte (2.). Wenig später sorgte der überragende McCullough dann aber für die Führung: Er setzte erfolgreich nach, überraschte die Saaser Deckung und schob zum 1:0 ein (11.). Coburg blieb dominant und hatte durch McCullough und König - jeweils eingesetzt durch den spielfreudigen Sertan Sener - weitere Großchancen. Das 2:0 besorgte dann fast mit dem Pausenpfiff wieder McCullough, der sich in bester "Gerd-Müller-Manier" mit Ball um den Gegenspieler drehte und aus 13 Metern flach einschoss.

Spätestens in Minute 55 waren dann auch die letzten Zweifel beseitigt, dass Coburg auch diesmal siegen würde: McCullough war über links nicht zu stoppen und legte überlegt zurück auf Sertan Sener, der zum 3:0 vollstreckte. Die Gäste kamen immerhin noch zum Ehrentreffer, als Edelmann einen Freistoß, der Freund und und Feind passierte, am langen Pfosten eindrückte (61.). In der letzten halben Stunde bewahrte Bayreuths Keeper Obwandner sein Team vor einer höheren Niederlage.

Insgesamt wurde in diesem Relegationsduelle ein Klassenunterschied deutlich, was Bayreuths Trainer Pötzinger unumwunden einräumte. "Coburg ist alles in allem hochverdient weitergekommen. Meine Mannschaft hat sich mit dem letzten Aufgebot relativ gut aus der Affäre gezogen."

FCC-Coach Scheler war natürlich zufrieden: "Das war eine souveräne Leistung. Dass wir nach dem 3:0 nicht mehr mit der letzten Konsequenz aufgetreten sind, ist normal. Herauszuheben ist heute Tevin McCullough, der eine ganz starke Leistung gezeigt hat."