So hatte sich der FC Coburg den Start ins Punktspieljahr sicher nicht vorgestellt. Mit 1:7 unterlag der Tabellenfünfte beim Vorjahres-Dritten Abtswind, der mit diesem Kantersieg seine Bayernliga-Ambitionen eindrucksvoll unterstrich. Gespielt wurde bekanntlich in Estenfeld auf dem Kunstrasen. Obwohl der FC Coburg auch auf einem Kunstrasen trainiert, hatte das keinen Vorteil für die Gäste. Die Gründe für die herbe Niederlage lagen wo anders.


Haltbarer Flachschuss zum 0:1

Nach ausgeglichener Anfangsphase führte ein haltbarer Flachschuss aus 25 Metern zum 1:0. Dabei profitierte der Schütze auch davon, dass sich die Coburger Mauer überraschend öffnete (21.). Ein zur Bogenlampe abgefälschter Fernschuss landete nur vier Minuten später hinter dem verdutzten Coburger Keeper im Netz.
Von diesem Doppelschlag erholte sich die junge Truppe von Trainer Christoph Böger nicht mehr, zumal es vor dem Wechsel noch schlimmer kam: Gerade als Heinze & Co. auf den Anschlusstreffer drängten, unterlief Torwart Shabestari ein Abspielfehler im Aufbau und die Gastgeber nahmen das Geschenk - wenn auch aus Abseitsposition - dankend an (36.). Das war übrigens der einzige Abtswinder Treffer, der innerhalb des Strafraumes erzielt wurde.


Treffer aus 45 Meter

Doch damit nicht genug, denn der unglückliche Tag des Coburger Youngster im Kasten erreichte mit einem Weitschuss-Tor aus 45 Metern noch vor der Pause seinen vorläufigen Höhepunkt.
Nach dem Wechsel versuchte Coburg mit zwei weiteren Offensivkräften (Sam und Schneider) das Blatt doch noch einmal zu wenden, doch ein Sonntagsschuss aus 30 Metern fast von der Außenlinie exakt in den Winkel zum 5:0 (50.) erstickte die letzten FCC-Hoffnungen im Keim.


Es kam auch Pech hinzu
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Auch die Treffer sechs und sieben passten ins Schema, denn zuerst wurde wieder ein Schrägschuss aus 20 Metern unhaltbar abgefälscht (66.) und danach wurde der außerhalb seines Strafraum stehende Coburger Schlussmann ein zweites Mal aus gut 40 Metern überlistet.
Unnötig wie ein Kropf war eine unerklärliche Frustaktion eines Abtswinder Verteidigers, der beim Stande von 6:0 den Coburger Sener auf üble Art und Weise von den Beinen holte und die dunkelrote Karte sah (70.).
Sertan Sener schied ebenso wie zuvor Marc Schwesinger, der nach einem Luftkampf mit Verdacht auf Nasenbruch vom Feld musste, vorzeitig aus der Partie aus.
Meyer gelang kurz vor Schluss dieser ereignisreichen Partie der längst fällige Ehrentreffer für die Coburger, als er eine der zahlreichen Chancen in der zweiten Hälfte aus Nahdistanz für den Gast aus Coburg nutze. nvm