In einem Oberfrankenklassiker zwischen dem FC Eintracht Bamberg (14./4 Punkte) und dem FC Coburg (12./5 Punkte) lautet die Zielsetzung beider Widersacher, sich durch einen Dreierpack im Mittelfeld der Tabelle festzusetzen.
Die Formkurve der Nachfolgeklubs der früheren Traditionsvereine FC Bamberg und VfB Coburg verlief in den vergangenen Wochen konträr. Die Domstädter starteten als Absteiger aus der Bayernliga mit einem 2:0-Erfolg beim TSV Kleinrinderfeld und einem Remis gegen Kahl verheißungsvoll, kassierten aber dann drei Niederlagen in Folge. Die jüngste fiel mit 0:6 gegen den Titelaspiranten FC Schweinfurt II deftig aus.
Anders der FCC. Einer 1:3-Auftaktpleite beim Aufsteiger TuS Röllbach folgten drei Unentschieden und ein deutlicher 4:0-Triumph bei der bis dahin unbezwungenen DJK Schwebenried/Schwemmelsbach. Das vergangene spielfreie Wochenende nutzten die Schützlinge von Matthias Christl, um durchzuschnaufen. "Das hat uns gut getan. Wir haben vorher inklusive Vorbereitung elf Wochen gepowert. Einige meiner Jungs gönnten sich in der Pause einen Kurzurlaub, andere konnten kleine Wehwehchen ausheilen. Wir sind psychisch, physisch und in kämpferischer Hinsicht gut drauf, die Stimmung ist klasse, vieles passt", so Christl.
Allerdings richtet er an seine Truppe den Appell, immer bis ans Limit zu gehen: "In dieser Landesliga musst du stets deine Topleistung abrufen, um zu bestehen." Die Bamberger hat er vor Wochenfrist bei ihrem Waterloo gegen die taktisch äußerst versierten Schweinfurter aufmerksam studiert. "Wenn die Heimelf in Ballbesitz war, haben die Unterfranken durch Pressing diese verunsichert, was zu großen Problemen führte. Andererseits hat das Bamberger Mittelfeld, sobald es Raum besaß, gut kombiniert und durch Dreiecksbildung modernen Fußball gezeigt. Die Niederlage fiel deutlich zu hoch aus", lautete Christls Fazit. Er geht davon aus, dass die Formation seines 57-jährigen Gegenübers Georg Lunz, der vor Jahren den Höhenflug des Lokalrivalen DJK Bamberg einleitete, in die heutige Auseinandersetzung mit mehr Mumm geht. Führungsspieler sind Keeper Matthias Kühhorn und der beidfüßige Flügelflitzer Tobias Linz.
Die Weichen dürften nach Auffassung des Coburger Mannes am Kommandopult im Mittelfeld gestellt werden. Hier soll sein zentrales Trio mit Lukas Mosert, Jannik Krebs und Eric Heinze das Kommando an sich reißen. Verlass war viermal in Folge auf die Defensivabteilung, die sehr konsequent agierte.
Wieder in die Startelf rückt Youngster Adrian Guhling nach auskurierter Adduktorenverletzung. Licht am Ende des Tunnels signalisiert des Weiteren Goalgetter Daniel Sam, der nach einer langwierigen Knöchelverletzung wieder schmerzfrei ist. Er erhält voraussichtlich eine Jokerrolle. Nicht zur Verfügung stehen Daniel Kimmel wegen einer Schambeinentzündung und der im Urlaub befindliche Fabian Carl. "Mein Team wird alles geben, um das schmucke Bamberger Stadion als Sieger zu verlassen", verspricht Christl.
FC Coburg: Shabestari/ETW Knoch - Guhling, Köhn, Hahn, Scheler, Krebs, Heinze, Mosert, Schneider, Ehrlich, Schiebel, Pfreundner, Sam, Riedelbauch, Westhäuser. - Es fehlen: Kimmel, Carl. - Trainer: Matthias Christl.