Nach Informationen des Freien Bürgerblocks Forchheim (FBF) plant der Finanzausschuss der Stadt die Fertigstellung des Neubaus der Grundschule Kersbach in das Jahr 2018 zu verschieben. Aufgrund von diesbezüglichen Klagen aus der Schulleitung führte der Vorstand des FBF und die beiden Stadträte Heinz Endres und Manfred Mauser eine Besichtigung des alten und des im Bau befindlichen neuen Schulgebäudes durch.
Schulleiterin Kerstin Friedrich erläuterte dabei, dass der Umzug in das neue Gebäude für Ostern 2017 geplant gewesen sei. Später habe die Stadt festgelegt, dass in den Sommerferien umgezogen werden solle. Jetzt solle der Umzug an Ostern oder gar erst im Sommer nächsten Jahres erfolgen. Sie empfinde diese Verschiebung um mindestens ein Jahr als eine unzumutbare Belastung für die Kinder, die Eltern und die Lehrkräfte. Dazu komme noch, dass der Abriss des alten Gebäudes und das Herrichten der Außenanlagen noch nicht terminiert seien. Es könne deswegen passieren, dass der Abriss bei laufendem Schulbetrieb erfolge mit der Konsequenz einer massiven Lärm-und Staubbelästigung für Schüler und Lehrer.
Bei einem Rundgang durch das alte Schulgebäude fanden sich Feuchtigkeitsschäden in fast allen Klassenzimmern und deutlicher Modergeruch, der möglicherweise auf Schimmelbefall hindeutet. Die Fußböden im Untergeschoss sind aufgequollen. Von den Toiletten ging - obwohl erst gereinigt - ein penetranter, unangenehmer Geruch aus. Der FBF spricht in einer Pressemitteilung von "untragbaren und unwürdigen Zuständen" und fordert die Stadt auf, das Gesundheitsrisiko durch das Gesundheitsamt prüfen zu lassen. Außerdem fordert der FBF, die Verschiebung der Fertigstellung der Grundschule rückgängig zu machen, den Neubau zügig fertigzustellen und den Umzug in den Sommerferien 2017 durchzuführen. Der Bürgerblock hat dazu nach eigener Mitteilung auch einen Eilantrag an den Finanzausschuss gestellt. red