Beim Astronomie-Abend des Bundes Naturschutz im Vereinshaus des Vogelschutzvereins gewannen die Teilnehmer einen Überblick über den Kosmos. Horst Eisenack zeigte in einer Zeitreise, wie sich das Weltbild zu einem beschleunigt expandierenden Kosmos ohne Zentrum in 13,7 Milliarden Jahren entwickelte.

Die Zuhörer staunten über den schier unendlich großen Kosmos, wobei die Menschen nur einen Teil mit ca. 46 Milliarden Lichtjahren oder 460 Trilliarden Kilometern - das ist die 460 mit 21 Nullen - überschauen können. Etwa 100 Milliarden Galaxien mit 70 Trilliarden Sternen bevölkern diesen überschaubaren Kosmos und entfernen sich weit außen schneller als mit Lichtgeschwindigkeit.

Einer dieser Sterne ist die Sonne mit den Planeten und der Erde, die aus zurückliegenden Sternexplosions-Gasen und -Stäuben vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden ist. Damit sind die Menschen selbst ein Produkt aus diesen Sternexplosionen.

Der praktische Teil des Astronomie-Abends befasste sich mit dem Erkennen der Sternbilder am Abendhimmel. Die Teilnehmer konnten den Großen Wagen am Nordhimmel und von dort aus die Cassiopeia, die Capella im Fuhrmann, die Wega in der Leier leider nur an der Leinwand auffinden. Für kurze Zeit klarte der Himmel im Süden auf, so dass das wunderschöne Winter-Sternbild Orion mit seinen drei Gürtelsternen, der hellste Fixstern Sirius und das Siebengestirn bewundert werden konnten. Der Abend klang mit dem Gebrauch eines Himmelsglobus, einer drehbaren Sternkarte und mit interessanten Diskussionen aus. red