Ebensfeld — "Über 93 Prozent der teilnehmenden Schüler haben den Qualifizierenden Abschluss geschafft", jubelte Rektor Jürgen Jäger bei der Schulentlassfeier in der festlich gestalteten Aula der Pater-Lunkenbein-Mittelschule vor etwa 120 geladenen Gästen. Auch die Gesamtdurchschnittsnote aller Prüflinge von 2,1 könne sich sehen lassen und zudem habe jeder Prüfungsteilnehmer seine Jahresfortgangsnoten mindestens bestätigt, wenn nicht sogar verbessert, freute sich der Rektor bei dem Festakt, der musikalisch durch Gesangsbeiträge von Jaima Laubinger und Lorena Hellmuth sowie der gesamten 9a ("Was wirklich bleibt") untermalt war.
Klassenlehrerin Katja Gagel machte deutlich, dass schon Goethe gefordert hätte, den Kindern zwei Dinge mitzugeben: Wurzeln und Flügel. Die Wurzeln stelle die liebevolle Erziehung und der Grundstock an Bildung dar, den sie nun erreicht hätten. So müssten sich die Absolventen in Zukunft um die Flügel kümmern, die noch wachsen müssen, um sie dahin zu tragen, wohin sie auch kommen wollten. Einen kleinen Kloß im Hals hatte sie, als sie sich sich für drei tolle Jahre bedankte, in denen die Schüler und sie zu einem recht gut funktionierenden Team zusammengefunden hätten. Auch wenn sich zwischendurch ein paar Probleme ergaben, hätten die Schüler immer wieder zueinander gefunden.
Danach kam der feierliche Moment der Zeugnisverleihung. Jeder bekam zusätzlich eine Leine mit Klassen- und Lehrerfotos sowie dem Leitspruch der Klasse. Bürgermeister Bernhard Storath bedauerte, dass die Leistungen der Mittelschulen immer unterschätzt und nicht ins rechte Licht gerückt würden. "Leute wie ihr werden im Handwerk gebraucht. Lasst euch von niemandem schlechtreden", motivierte er die Absolventen. Auch die Ehrung der drei Schulbesten wurde durch den Bürgermeister vorgenommen. Für ihre Leitungen wurden mit Buchgeschenken bedacht: Hendrik Schmitt, der mit einem Notendurchschnitt von 1,5 sogar Landkreisbester wurde, Josef Raab (1,6) und Lea Wagner (1,7). Nach einer kleinen Pause gingen die Klassensprecherinnen Michelle Peuker und Lea Wagner in Reimform auf ihre Lehrer der 9. Klasse ein. Sehr emotional wurde dann das Gedicht für Katja Gagel, in dem sie als "der Klassenheld von Ebensfeld" tituliert wurde. "Sie werden in unseren Herzen bleiben, das kann auch dieser Abschied nicht vertreiben", versprachen die Klassensprecherinnen zum Schluss.
Mit einem hervorragend gemeisterten Wiener Walzer der Absolventen wurde dann in den geselligen Teil des Abends übergeleitet und der Abschlussball eröffnet. jj