695 Unterschriften haben jetzt Studentenvertreter der Universität Bamberg an den Ministerialdirektor im Bayerischen Innenministerium, Karl Michael Scheufele, geschickt. Die Petition fordert ein Übergangswohnheim, da die 218 Plätze im Pestalozzi-Wohnheim wegfallen. "Sobald ein Neubau fertig ist, sollen die Übergangs-Gebäude für bezahlbares, sozial durchmischtes Wohnen genutzt werden", heißt es in der Pressemitteilung des Studentischen Konvents der Hochschule.

Das Wohnproblem unter Studenten in Bamberg spitzt sich weiter zu. Demnächst laufen die letzten Mietverträge der ältesten zwei Wohnheimblöcke des Pestalozzi-Wohnheims aus - dann gehen während eines Neubaus 218 günstige Wohnheimplätze in der Stadt verloren.

Eine Lösung des Problems gebe es noch immer nicht. "Im Gespräch waren mehrere Möglichkeiten", berichtet Leonie Ackermann, studentische Senatorin. "Zwei ehemalige Gemeinschaftsunterkünfte in der Luitpoldstraße mit je 17 Wohnplätzen und ein ehemaliges Wohnheim in der Unteren Sandstraße mit ca. 15 Plätzen. Doch noch sind diese Gebäude nicht hergerichtet - und selbst wenn sie es wären, fehlen noch immer 170 Ersatz-Plätze."

Diese 170 Plätze könnten laut Konvent im Ankerzentrum entstehen. "Nach unseren Informationen stehen mehrere Gebäude dort leer. Nimmt man zwei davon aus dem Ankerzentrum und nutzt sie als Studierenden-Wohnheim, so wäre Platz für 180 junge Menschen. Das akute Problem wäre gelöst", erläutert Luis Reithmeier, Vorsitzender des studentischen Konvents. red