Zum Artikel "Todesfahrer bekommt Bewährung" (Bayerische Rundschau vom 1. Oktober) erhielten wir folgende Zuschrift: Fassungslos - wie mir wird es vielen gehen nach dieser Urteilsverkündung. Nach Ansicht des Staatsanwalts hatte sich also der Vorwurf des verbotenen Autorennens bestätigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Geschwindigkeit von 80 bis 90 Stundenkilometer ausreicht, um einen Menschen über 50 Meter auf die andere Straßenseite zu schleudern.

Ob Imponiergehabe oder jugendlicher Leichtsinn dabei eine Rolle spielten - Fakt ist, dass ein junger Mensch sein Leben lassen musste. Allein die Tatsache, dass die Eltern des Täters zwei Verteidiger bestellt hatten, zeigt, dass sie sich der Schwere des Vergehens bewusst waren. Das Gesicht des Verteidigers aus Ingolstadt sowie seine Körperhaltung zeugen keineswegs von Genugtuung.

Der Todesfahrer, auch wenn seine Strafe aufgrund der Beweislage nicht hinnehmbar ist (hat er doch einen Menschen totgefahren), wird sein Leben lang büßen, davon bin ich fest überzeugt. Hanna Rattler

Kupferberg