Eine närrische GroKo erlebten die Gäste beim Weiberfasching in Eltmann. Die vor zwei Jahren "abgedankten" Faschingsweiber nutzten die Gelegenheit zum Rücktritt vom Rücktritt, kehrten zu den Jungen auf die Bühne zurück - und Bürgermeister Michael Ziegler und seine Stadträte mussten sich ein zweites Mal am gleichen Nachmittag durch den Kakao ziehen lassen.
Als "Zuckerpuppen von der Bauchtanzgruppe" hatten die Faschingsweiber in die Stadthalle eingeladen, und diese war bis auf den letzten Platz besetzt, als die weiblichen Scheichs ihren Harem vorführen ließen. Allerhand Strafarbeiten wurden Suleika, Sheila und Co. aufgebrummt. Einen Bauchtanz-Workshop und ein ganz besonderes Mainathlon-Training mussten sie zum Amüsement der vorwiegend weiblichen Gäste über sich ergehen lassen.
Als die jungen Faschingsweiber beklagten, dass sie fast vergeblich um Nachwuchs warben, meldeten sich die "Alten" um Ellen Steinhäuser und Margret Cramer zu Wort und stürmten die Bühne als "Schach, Schach, Schachtelballett" auf der Suche nach einem Mann. Die Stadträte schieden aus verschiedensten Gründen aus, und der Bürgermeister "ist uns zu anspruchsvoll". Von der Mama zu umsorgt, war das einhellige Motto in der Stadthalle - da könne keine Frau mithalten.
Die Koalition der jungen und der alten Faschingsweiber bescherte dem Publikum einen doppelt unterhaltsamen Nachmittag, der mit donnerndem Applaus belohnt wurde, wie das Gastspiel der Nachwuchsgarde "Butterfly Dancers" auch. Sie unterhielten das Publikum.