Der Familien- und Integrationssenat hat sich in seiner jüngsten Sitzung schwerpunktmäßig mit dem Thema Pflege beschäftigt. Die Stadträte sprachen darüber, wie die Pflegeberatung und die Bedarfsplanung verbessert werden kann. "Aufgrund des demografischen Wandels wird der Bedarf an Pflegeplätzen ebenso wachsen wie das Informationsbedürfnis der Bürger", betonte Bürgermeister Jonas Glüsenkamp laut dem Pressebericht aus dem Rathaus. "Die Stadt Bamberg muss jetzt die Weichen dafür stellen", unterstrich der Referent für Soziales.

Positiv festgestellt wurde, dass ein breit gefächertes Beratungsangebot in Bamberg vorhanden sei. Die verschiedenen Anlaufstellen seien in der Regel zwar gut vernetzt, aber aufgrund datenschutzrechtlicher Einschränkungen könne derzeit "ein fallbezogener Austausch nicht stattfinden". Eine Verbesserung für die Bürger wäre daher die Einrichtung eines Pflegestützpunktes. Dieser würde als erste Anlaufstelle fungieren: Bürger bekämen dort alle Informationen aus einer Hand. Doppelstrukturen könnten so abgebaut, Prozesse beschleunigt und die Beratung durch Bündelung des Fachwissens verbessert werden. Dementsprechend beschloss der Familien- und Integrationssenat, die Verwaltung solle bis zum Frühjahr ein Konzept für die Einrichtung eines solchen Stützpunkts erarbeiten. Da auch das Landratsamt bereits Interesse bekundete, wollen Stadt und Landkreis gemeinsam vorgehen und dabei auch Fördermöglichkeiten durch den Freistaat prüfen. red