Der CSU-Ortsverband Ebern hatte einen Vortrag zum Thema "Möglichst lange in den eigenen vier Wänden" der Hanns-Seidel-Stiftung in den Frankenstuben organisiert, zu dem neben MdL Steffen Vogel, der auch Mitglied im Landtagsausschuss für Gesundheit und Pflege ist, auch die kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Bayreuth, Bettina Wurzel, als Referentin eingeladen war. Steffen Vogel stellte in einem Kurzreferat die Herausforderungen für die Pflege in der Zukunft anhand konkreter Zahlen dar. Er erläuterte, dass bis zum Jahr 2030 bundesweit mit einem Anstieg auf 8 Millionen Menschen zu rechnen ist, die auf Pflege angewiesen sein werden. Von den 2,6 Millionen Pflegebedürftigen derzeit würden zwei Drittel zuhause von Angehörigen gepflegt, sodass man zu Recht davon sprechen könne, dass Familien der größte Pflegedienst in Deutschland sind, so der Abgeordnete.


Fundamentale Bedeutung
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Diplom-Sozialpädagogin Bettina Wurzel stellte klar, dass die eigenen vier Wände für das Wohlbefinden eines Menschen fundamental seien. "Je älter ein Mensch, desto mehr Bedeutung hat die eigene Wohnung", so Wurzel.
Wichtig sei die rechtzeitige Anpassung der eigenen vier Wände an die Bedürfnisse des Alters, insbesondere im Hinblick auf Barrierefreiheit. Ein Schwerpunkt sei das Bad, indem die meisten Unfälle passieren. Rauchmelder sollten ebenso installiert werden wie Telefone mit vorgespeicherten Nummern von Notdienst und Angehörigen sowie eine automatische Herdabschaltung. Die Referenten wiesen weiter auf die kostenfreie Beratung über den Pflegestützpunkt des Landratsamtes in Haßfurt am Krankenhaus hin. Auch gebe es eine Reihe von finanziellen Hilfen für Hilfsmittel. Es gelte, ein Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen herzustellen. "Pflege zuhause stabilisiert auch das soziale Sicherungssystem", so die Referentin abschließend. red