Eine Betrugsmasche ist nicht immer einfach zu durchschauen. Deswegen sollte jeder bei der Angabe von persönlichen Daten besonders achtsam sein. Ein Betrugsfall in Scheßlitz führt dies wieder vor Augen. Am vergangenen Montag ist dort erneut ein dubioser Anzeigenauftrag des Bürger-Info-Programms aufgetaucht. Dieser spielt auf Inserate für die Bürgerbroschüre in Scheßlitz an.

Vorgehen der Betrüger

"Ich habe einen Anruf von einer Dame aus der Firma Bürgerinfosysteme erhalten, die behauptet hat, es gäbe eine neue Auflage des Branchenbuches der Stadt Scheßlitz. Daraufhin hat sie mir einen Anzeigenauftrag zugeschickt, bei dem angeblich nur eine Bestätigung der bereits erfassten Daten nötig sei", sagt die Betroffene Claudia Freudensprung, Besitzerin einer Uhrenwerkstatt. An sich seien Branchenverzeichnisse nichts Ungewöhnliches, es habe sie nur stutzig gemacht, dass die Dame am Telefon so penetrant gewesen sei. Außerdem war ein Preis von über 1000 Euro veranschlagt.

Keine Neuauflage

Eine Nachfrage bei der Stadt Scheßlitz habe dann ergeben, dass es keine Neuauflage gäbe. Allerdings seien schon einige Geschäftsleute auf diese Betrugsmasche hereingefallen.

"Im Moment gibt es keine neuen Branchenbücher der Stadt Scheßlitz und wenn, würden wir nicht solche Kosten verlangen", stellt Cornelia Weber, Geschäftsleitung im Rathaus der Stadt Scheßlitz, klar. Im Branchenbuch sind alle Gewerbetreibenden der Stadt Scheßlitz verzeichnet.

Das letzte wurde 2017 von der Stadt Scheßlitz an alle Haushalte herausgegeben. Gewerbetreibende konnten dafür Seiten für etwa 100 Euro kaufen.

So schützen Sie sich

Laut Angaben der Polizei gebe es viele verschiedene Maschen, um mit einem falschen Namen Geld abzugreifen. Grundsätzlich gilt es bei der Angabe von Kontoverbindungsdaten und Unterschriften vorsichtig zu sein.

Ein erster Schritt kann etwa eine Recherche im Internet sein, um herauszufinden, ob es zu dieser Person oder Firma seriöse Informationen gibt.

"Auf jeden Fall sollte man immer zurückhaltend agieren, wenn man personenbezogene Daten preisgibt. Wenn einem etwas verdächtig vorkommt, darf man sich auch immer an die Polizei wenden", sagt Anne Höfer, Pressesprecherin des Präsidialbüros Oberfranken.