Mehrere Bürger aus dem Stadtgebiet von Lichtenfels wurden am Dienstagvormittag von einem Mann angerufen, der sich als Angehöriger der Polizeiinspektion Lichtenfels oder als Angehöriger des Bundeskriminalamtes ausgab.
In einem Fall gab er sogar an, dass gegen die Ehefrau ein internationaler Haftbefehl bestehen würde. In einem anderen Fall forderte angeblich ein Beamter der Polizeiinspektion Lichtenfels den älteren Bürger auf, sich mit einem Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes in Verbindung zu setzen und gab ihm eine Telefonnummer, an die er sich wenden könne. Bei einem Rückruf meldete sich dort ein Mann mit starkem ausländischen Akzent, der auf Nachfrage nach dem genannten Sachbearbeiter des BKA auflegte.


Nach toter Frau erkundigt

In einem dritten Fall wollte ein angebliches Mitglied der Polizeiinspektion Lichtenfels verschiedene Auskünfte erhalten, u. a. auch nach der bereits vor Jahren verstorbenen Frau des Mitteilers. Bei diesen Anrufen handelt es sich um eine bekannte Masche, mit der die Täter letztlich Geld von den Opfern zu erpressen versuchen, indem sie vorgaukeln, der angebliche Haftbefehl könne durch eine Zahlung abgewendet werden. Die Polizei Lichtenfels weist daraufhin, dass Haftbefehle oder Befragungen, die sensible Lebensbereiche betreffen, im Regelfall persönlich vor Ort oder in der Dienststelle erfolgen. Sollten Zweifel an der Echtheit des Anrufers auftreten, kann man sich unter den veröffentlichten Telefonnummern der Polizeidienststellen melden oder unter der Telefonnummer 110 der Einsatzzentrale Bayreuth. pol